Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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gesellschaftlichen Methode bestehen bleibt, gewinnt die letztere 
einen veränderten logischen Ton. Bei der Untersuchung der Ge 
sellschaftsstruktur der kapitalistischen Warenwirtschaft tragen 
alle Gesetzmäßigkeiten den Charakter elementarer Gesetzmäßig 
keiten, einer „blinden“ Kraft, denn der ganze gesellschaftliche 
Produktionsprozeß ist irrational. Bei der Untersuchung der 
Struktur der Uebergangsperiode ist die Sache anders, denn hier 
findet in wachsendem Verhältnis eine Rationalisierung des gesell 
schaftlichen Wirtschaftsprozesses statt. 
Der Gesichtspunkt der materiellen Produktion bleibt im 
großen und ganzen ebenfalls gültig. Er erfährt jedoch wesentliche 
Veränderungen und Einschränkungen, Erstens ist der Produk 
tionsprozeß selbst nicht eine a priori gegebene Größe, Genauer 
gesagt; während in den „normalen“ Perioden der gesellschaft 
lichen Entwicklung der Prozeß der gesellschaftlichen Reproduk 
tion von vornherein gegeben ist und eine ununterbrochene Er 
neuerung der Produktionselemente im Verlauf dieser Produktion 
selbst vorausgesetzt ist, steht der Reproduktionsprozeß in der 
Uebergangsperiode, bei der Erschütterung des ganzen gesell 
schaftlichen Arbeitsapparates, im Zeichen der Fraglichkeit. Des 
halb heißt das Problem hier nicht; „wie ist Produktion möglich?“, 
sondern „ist Produktion möglich?“ Dasselbe kann man vom 
Standpunkt der Produktivkräfte folgendermaßen ausdrücken: 
wenn zu normalen Zeiten die Entwicklung der Produktivkräfte 
die stillschweigende Voraussetzung aller theoretischen Betrach 
tungen bildete, so entsteht hier die Frage sowohl nach der Mög 
lichkeit ihres stationären Zustandes, als auch nach der Mög 
lichkeit ihres katastrophalen Sinkens, 
Zweitens kann eine außerordentlich starke Verringerung 
und stellenweise auch Einstellung des Produktionsprozesses ein- 
treten. Soweit die Gesellschaft nicht ausstirbt, wird dies auf 
anderem Wege kompensiert: a) durch eine sparsamere Verteilung
	        
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