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Man darf jedoch zwei Dinge nicht verwechseln; die Zer
splitterung der gesellschaftlichen Arbeit, die sich aus der Tat
sache der gesellschaftlichen Arbeitsteilung ergibt — einerseits,
und die Zersplitterung der gesellschaftlichen Arbeit, die diese
Arbeitsteilung negiert, — andererseits. In der Tat, die einzelnen
Warenproduzenten bestehen nicht nur deshalb, weil verschiedene
Arbeitsformen vorhanden sind. Im Rahmen jedes einzelnen Pro
duktionszweiges, ja sogar im Rahmen der spezialisierten und
kleineren Produktionsabteilungen besteht gleichzeitig eine große
Anzahl selbständiger Warenproduzenten. Mit anderen Worten,
die anarchische Struktur der Waren produzierenden Gesellschaft
findet ihren Ausdruck in der Existenz von getrennten „Unter
nehmen". Diese „Unternehmen" stehen ihrerseits in verschiedenem
Verhältnis zueinander: entweder sie sind miteinander ver
bunden durch Kauf und Verkauf (verschiedenartige Unter
nehmen) , oder sie stehen sich als Konkurrenten gegenüber
(gleichartige Unternehmen). Der Besitzer einer Schneiderwerk
statt ist mit dem Tuchfabrikanten so verbunden, daß er bei ihm
das Tuch kauft, aber in bezug auf einen anderen ebensolchen
Unternehmer ist er ein Konkurrent, der durch keine Tausch
operationen mit ihm verbunden ist. Das gleichzeitige Bestehen
eines Schneider- und eines Tuch Unternehmens bildet den Aus
druck der gesellschaftlichen Arbeitsteilung. Hingegen drückt das
gleichzeitige Bestehen einiger Schneider-Unternehmen keinerlei
gesellschaftliche Arbeitsteilung aus.
Dieser Unterschied muß ernsthaft beachtet werden.
Gewöhnlich bringt man die Anarchie der kapitalistischen
Produktion in Zusammenhang mit der Marktkonkurrenz und
sonst nichts. Nun aber sehen wir, daß die Marktkonkurrenz
bloß den einen Teil, lediglich den einen Typus des „Seins" der
einzelnen Warenproduzenten ausdrückt, nämlich jenen Typus