Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

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kommt,  beginnt  die  Wachstumskurve  der  proletarischen  Staatlichkeit ­
  jäh  zu  sinken.  Denn  die  wesentliche,und  erste  Aufgabe  der
Staatsgewalt  als  solcher,  die  Aufgabe  der  Niederhaltung  der
Bourgeoisie,  wird  zu  Ende  sein.  Die  äußeren  Zwangsmaßnahmen ­
  werden  anfangen  abzusterben;  zuerst  wird  die  Armee
und  Flotte  absterben,  als  Werkzeuge  der  schärfsten  äußeren
Nötigung;  dann  das  System  der  Straf-  und  Repressivorgane;
ferner  der  Zwangscharakter  der  Arbeit  usw.  Die  Produktivkräfte,
die  sich  nicht  nach  staatlichen  Einteilungen,  sondern  nach  dem
Prinzip  der  wirtschaftlichen  Zweckmäßigkeit  verteilen,  entfalten
sich  mit  unerhörter  Schnelligkeit.  Die  kolossalen  Energievorräte,
die  früher  auf  den  Klassenkampf,  die  Kriege,  den  Militarismus,
die  Ueberwindung  der  Krisen,  die  Konkurrenz  usw.  verschwendet
wurden,  verwandeln  sich  nun  in  produktive  Arbeit.  Die  Deformation ­
  der  Klassen  und  die  Arbeitserziehung,  sowie  die  Bildung ­
  neuer  Generationen,  die  Rationalisierung  des  ganzen  Produktionsprozesses ­
  beschleunigen  das  Wachstum  der  Produktivkräfte ­
  noch  mehr.  Die  Verteilung  verliert  den  Charakter  der
zwangsmäßigen  Aequivalenz-Verteilung  „nach  der  Leistung",
Der  Sozialismus  der  proletarischen  Diktatur  und  der  ferneren
Periode  entwickelt  sich  zum  System  der  kommunistischen  Gesellschaft.*) ­
  Zum  erstenmal,  seitdem  die  Menschheit  existiert,  entsteht ­
  ein  System,  das  in  allen  seinen  Teilen  harmonisch  aufgebaut ­
  ist:  es  kennt  weder  die  soziale,  noch  die  Produktionshierarchie. ­
  Es  vernichtet  ein  für  allemal  den  Kampf  des
Menschen  gegen  den  Menschen  und  schweißt  die  ganze  Menschheit ­
  zu  einer  Gemeinschaft  zusammen,  die  die  unzähligen  Reichtümer
  der  Natur  rasch  erfaßt.
*)  Prof.  C.  Ballod  glaubt  in  seiner  Naivität,  daß  wir  russischen  Kommunisten ­
  den  Kommunismus  für  möglich  halten  auf  der  Stufe  der  proletarischen ­
  Diktatur,  und  macht  uns  eine  ganze  Reihe  lächerlichster  Vorwürfe,
die  seine  eigene  Ignoranz  offenbaren.  Vergl.  C.  Ballod:  „Kommunismus
und  Sozialismus"  in  „Der  Sozialist".  (Sozialistische  Auslandspolitik)  Nr.  34,
23.  August  1919,
            
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