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Derselbe Fehler liegt im Grunde genommen auch der taktischen
Theorie — der „Offensive unter allen Umständen“ — zugrunde,
die in einigen Kreisen unserer deutschen Genossen verbreitet
ist und die sich zu ihrer Rechtfertigung auf meine Arbeit
stützen will. Es versteht sich indessen von selbst, daß die Folgerung
der konkreten Aktion aus meiner Arbeit ebensowenig gezogen
werden kann wie etwa aus der „Verelendungstheorie“.
Es ist wohl möglich, daß die deutsche Ausgabe des Buches
bei unsern Gegnern (auch bei den rein bürgerlichen Kritikern und
bei den sogenannten Sozialdemokraten, die jetzt mit unerhörter
Frechheit alle wesentlichen Elemente der Marxschen Theorie
ausmerzen wollen) das Gefühl einer gewissen moralischen Befriedigung
hervorrufen wird, denn ich gebe offen die objektiv-unvermeidlich
zerstörende Wirkung der Revolution als solcher zu.
Rein menschlich freut es mich, daß ich den Leuten dieses Vergnügen
gewähren kann. Und das umsomehr, als der pessimistische
Eindruck vom „gesunden Kapitalismus“ die Sozialdemokratie
zu einer Umkehr zu Kant und zu Vorländer, als dem
offiziellen Parteiphilosophen, die Bourgeoisie aber — zu einer
Abkehr von Kant und zu den indischen Fakiren führen wird
(Keyserling), um an den Ufern des Ganges Trost zu suchen. Die
revolutionären Arbeiter aber werden ausgezeichnet verstehen,
daß, sobald die „kapitalistische Hülle gesprengt ist“ (Marx),
ein idyllischer Entwicklungsgang nach Cunow unmöglich gefordert
werden kann. Was aber das Lachen betrifft, so heißt es
immer noch: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“
Moskau, Dezember 1921.
N. ßucßarin.