Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

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kommt.*) Die mathematische Grenze dieser Tendenz ist durch 
die Verwandlung der gesamten ,,Volkswirtschaft“ in einen ab 
solut geschlossenen kombinierten Trust gegeben, wo alle übrigen 
„Unternehmen“ aufgehört haben, Unternehmen zu sein und sich 
in bloße Einzelwerkstätten verwandelt haben, in Filialen dieses 
Trusts, wo also die gesellschaftliche Arbeitsteilung sich in eine 
technische Arbeitsteilung verwandelt hat und wo die gesamte 
Wirtschaft zu einem absolut einheitlichen Unternehmen der ent 
sprechenden Gruppe der Weltbourgeoisie geworden ist. 
Das gemeinsame Organisationsprinzip dieser Form des Kapi 
talismus war die Unterordnung aller wirtschaftlichen (und nicht 
allein wirtschaftlichen) Organisationen der Bourgeoisie unter 
ihren Staat. Aus begreiflichen Gründen. In der Tat, nehmen 
wir eine ganze Reihe bürgerlicher Organisationen: den 
Staat, die Syndikate, die Kartelle und Trusts, Unternehmerver 
bände, Genossenschaften, Bankkonsortien, wissenschaftliche Ge 
sellschaften, die organisierte bürgerliche Journalistik und hundert 
andere Organisationen, Theoretisch betrachtet ist vollkommen 
klar, daß dieses ganze System ein Maximum von Stabilität er 
reicht haben wird bei einer Verbindung, einer Zusammengehörig 
keit, einer Koordination all dieser Organisationen, Welche Orga 
nisation soll aber die oberste sein? Es ist wiederum klar; die 
*) In ihrem Artikel; „Die desorganisatorischen und organisatorischen 
Prozesse zur Zeit der Transformationswirtschaft” (in der Zeitschrift: „Na- 
rodnoje chosjastwo” Nr. 6. 1919) unterscheidet Genossin M. Smit den „Aus 
tausch, der auf der kapitalbildenden Funktion des Geldes beruht“ 
(G—W—G') und den Austausch „zum Zweck des Tausches der einen Ware 
gegen eine andere“, wobei die staatskapitalistische Verteilung angeblich den 
Uebergang des ersteren zum zweiten bilden soll. Das ist ein unglaublicher 
Wirrwarr. Erstens hat das Geld eine kapitalbildende „Funktion" niemals 
irgendwo gehabt und hat sie auch nicht. Zweitens ist ein Uebergang zur 
einfachen Warenwirtschaft (Formel; G—W—G’) in der staats-kapitalistischen 
Gesellschaft gar nicht vorhanden. Es liegt die Tendenz zu einer Aufhebung 
der Warenwirtschaft innerhalb des Landes und zur Formveränderung des 
Mehrwertes vor. Aber dies ist eine Frage ganz anderer Art.
	        
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