Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

45 
Systems, indem man aus dem Rahmen mehrerer Produktionskreis 
läufe hinaustritt. Denn letzten Endes erweitert sie den Rahmen 
der Weiterentwicklung des kapitalistischen Systems, Dasselbe 
ist auch mit dem Krieg der Fall, Vorausgesetzt, der Weltkrieg 
hätte im zweiten Jahr mit dem Siege einer der Mächtegruppen 
geendet. Unzweifelhaft, daß bei einer solchen Sachlage die 
kapitalistische Ordnung, nach einer Periode der Zerstörung, 
viel Chancen gehabt hätte, sich aufzurichtenj nachdem die 
nWunden geheilt“ wären, d. h, nachdem man die Beziehungen 
wieder angeknüpft und die zerstörten Teile des konstanten Kapi 
tals wieder hergestellt hätte, hätte die kapitalistische Produk 
tionsweise die Möglichkeit einer gewissen Weiterentwicklung 
erhalten und zwar in höherer, zentralisierterer Form, als 
es bis dahin der Fall war. Das, was vom Standpunkt der Produk 
tionskreisläufe, die an den Krieg unmittelbar gebunden oder ihm 
nah verwandt waren, sich als reiner Verlust präsentierte, das 
konnte sich also vom Standpunkte der allgemeinen Bewegung des 
kapitalistischen Systems in seinem großen historischen Maßstabe 
als vorübergehende Herabsetzung der Produktivkräfte erweisen, 
zu welchem Preise eine weitere und dabei mächtigere Entwick 
lung dieser Kräfte erkauft worden wäre. Mit anderen Worten, 
wir hätten es dann mit einer der Krisen zu tun —, obwohl mit 
einer ihren Dimensionen und ihrer Form nach nie dagewesenen 
Krise, aber keineswegs mit einem Zusammenbruch des kapita 
listischen Systems. Das letztere hätte, nach einem gewissen 
Stocken, seine Entwicklung in organisatorisch vollkommeneren 
Formen fortgesetzt. 
Die Frage; Krise oder Zusammenbruch hängt vom konkreten 
Charakter der betreffenden Erschütterung des kapitalistischen 
Systems, ihrer Tiefe und Dauer ab. Es ist theoretisch absolut 
klar, daß der Prozeß der erweiterten negativen Reproduktion 
sich immer bloß bis zu einer gewissen Grenze fortsetzen kann,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.