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Systems, indem man aus dem Rahmen mehrerer Produktionskreis
läufe hinaustritt. Denn letzten Endes erweitert sie den Rahmen
der Weiterentwicklung des kapitalistischen Systems, Dasselbe
ist auch mit dem Krieg der Fall, Vorausgesetzt, der Weltkrieg
hätte im zweiten Jahr mit dem Siege einer der Mächtegruppen
geendet. Unzweifelhaft, daß bei einer solchen Sachlage die
kapitalistische Ordnung, nach einer Periode der Zerstörung,
viel Chancen gehabt hätte, sich aufzurichtenj nachdem die
nWunden geheilt“ wären, d. h, nachdem man die Beziehungen
wieder angeknüpft und die zerstörten Teile des konstanten Kapi
tals wieder hergestellt hätte, hätte die kapitalistische Produk
tionsweise die Möglichkeit einer gewissen Weiterentwicklung
erhalten und zwar in höherer, zentralisierterer Form, als
es bis dahin der Fall war. Das, was vom Standpunkt der Produk
tionskreisläufe, die an den Krieg unmittelbar gebunden oder ihm
nah verwandt waren, sich als reiner Verlust präsentierte, das
konnte sich also vom Standpunkte der allgemeinen Bewegung des
kapitalistischen Systems in seinem großen historischen Maßstabe
als vorübergehende Herabsetzung der Produktivkräfte erweisen,
zu welchem Preise eine weitere und dabei mächtigere Entwick
lung dieser Kräfte erkauft worden wäre. Mit anderen Worten,
wir hätten es dann mit einer der Krisen zu tun —, obwohl mit
einer ihren Dimensionen und ihrer Form nach nie dagewesenen
Krise, aber keineswegs mit einem Zusammenbruch des kapita
listischen Systems. Das letztere hätte, nach einem gewissen
Stocken, seine Entwicklung in organisatorisch vollkommeneren
Formen fortgesetzt.
Die Frage; Krise oder Zusammenbruch hängt vom konkreten
Charakter der betreffenden Erschütterung des kapitalistischen
Systems, ihrer Tiefe und Dauer ab. Es ist theoretisch absolut
klar, daß der Prozeß der erweiterten negativen Reproduktion
sich immer bloß bis zu einer gewissen Grenze fortsetzen kann,