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III. HÄUPTTEIL.
Weise erfolgen konnte. Sie richtete im Einvernehmen mit
der Generaldirektion der Reichseisenbahnen in Berlin im
Frühjahr 1919 die Reichseisenbahnzweigstelle in Karls
ruhe ein, die mit dieser Überleitung der aus Elsaß-Loth
ringen verdrängten Beamten und Arbeiter der Reichseisen
bahnen in neue Stellen beauftragt wurde. Die General
direktion in Straßburg erreichte bei den Franzosen, daß
die Eisenbahnbeamte und -arbeiter — von Ausnahmen ab
gesehen — nicht von einem Tag zum andern ausgewiesen
wurden, sondern ihre Übersiedelung nach dem rechtsrhei
nischen Deutschland in aller Ruhe bewerkstelligen konnten.
Sie nahm selbst den Transport des ümzugsgutes in die
Hand, nachdem sie für ihre Beamten und Arbeiter fast
ausnahmslos die Erlaubnis zur Mitnahme ihrer Fahrnis von
der französischen Regierung erwirkt hatte.
k) POSTPEESON ALA ü S GLEICH STELLE.
Die Generalpostdirektion für Elsaß-Lothringen schlug
den von der Generaldirektion erfolgreich beschrittenen
Weg ebenfalls ein und konnte auch für ihre Beamten
die gleichen Vorteile sichern. Sie errichtete die Postper
sonalausgleichstelle für Elsaß-Lothringen in Karlsruhe
und bewirkte durch diese Stelle 'die Überleitung der aus'
Elsaß-Lothringen verdrängten Beamten nach Postämtern
im Innern Deutschlands.
Hiermit haben wir die Übersicht über alle wichtigsten
im Dienste der vertriebenen Elsaß-Lothringer tätigen Or
ganisationen zu Ende geführt. Ohne uns an bestimmte ein
heitliche Merkmale zu halten und so die verschiedenen
Hilfsunternehmen in eine schematische Gliederung zu brin
gen, haben wir sie nur ihrer besonderen Zweckbestimmung
entsprechend mit kurzem Hinweis auf die Bedingungen
und Motive, aus denen sie erwachsen sind, nacheinander
aufgeführt. Eine schematische Gliederung gewährt einen
besseren Überblick. Deshalb sei nachfolgend eine solche
Darstellung nach dem Gesichtspunkt des staatlichen und
privaten Charakters der verschiedenen Hilfsorganisationen
und ihrer Über-, Gleich-, Unterordnung zueinander gegeben :
(Diese Darstellung s. 8. 100/101.)