DIE EINGLIEDERUNG DER VERTRIEBENEN ELSASS-L0THR1NGER
IN DAS DEUTSCHE WIRTSCHAFTSLEBEN
IM AUGENBLICK SEINES TIEFSTANDES.
TATSACHEN UNI) POLITIK.
MOTTO:
„Ein Volk sein heißt:
eine gemeinsame Not empfinden“.
(Paul de Lagarde.)
EINLEITUNG.
DAS WESEN DES PROBLEMS.
Wenn wir von den Taten, den Opfern und Entbehrungen
unseres deutschen Volkes während des Krieges,
und der Nachkriegszeit sprechen, haben wir meist ein
großes einheitlich geschlossenes Bild vor Augen. Große
Linien treten hervor: der Auszug der Männer, die Frauenarbeit
auf dem Lande, die Trauer um die Gefallenen, der
Mangel am nötigsten Lebensunterhalt, der Zusammenbruch
mit seinen wirtschaftlichen und seelischen Nöten.
Dieses Solidaritätsgefühl in der Erinnerung an gemeinsam
durchlebte schwere Zeiten möchte man heute
in unserem Volke allerorten stärken im Kampfe gegen die
Gegensätze der Gegenwart, und doch können wir gezwungen
werden, diesen Gedanken einer Einheit des Volksopfers
zu durchbrechen, wenn es sich darum handelt, zur
klaren Beurteilung der Lage aller unserer Volksgenossen
festzustellen, welche Gruppen innerhalb unseres Volkes
Ernst, Eingliederung d. Elsaß-Lothr. ins deutsche Wirtschaftsleben. 1