Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

WAN  DERUNGS  VERLAUF  UND  GETROFFENE  MASSNAHMEN.  123

aber  bis  heute  der  Flüchtlingsfürsorge  nicht  gelungen  ist,
die  Hilfsbedürftigen  wieder  zu  selbständiger  Existenz  emporzuheben, ­
  erhellt  aus  der  Tatsache,  daß  das  Rote  Kreuz
noch  heute  monatlich  mehrere  Millionen  zur  Unterstützung
der  vertriebenen  Elsaß-Lothringer  benötigt.
Das  Rote  Kreuz  hat  als  Beauftragter  der  Reichsregierung ­
  vom  1.  Februar  1919  bis  30.  September  1920
in  der  Fürsorge  für  die  vertriebenen  Elsaß-Lothringer  die
Summe  von  106250000  M.  ausgezahlt.
Vom  Reichsfinanzministerium  wurden  dem  Zentralkomitee ­
  des  Roten  Kreuzes  zur  Verwendung  für  die  Fürsorge ­
  für  die  vertriebenen  Elsaß-Lothringer  überwiesen:

im  Jahre  1919

April

2  000  000  M.

Mai

100000  „

Juni

200  000  „

Juli

1250  000  „

August

1000000  „

September

11000  000  „

außerdem  200  000  M.  für  Ankauf  von  Betten

Oktober

5  000000  „

November

5000000  „

Dezember

6  000  000  „

„  10000000  „  für  Ankauf  von  Wintersachen ­
  im  Hausrat

im  Jahre  1920

Januar

5000000  „

Februar

6000000  „

März

6  000000  „

April

6  000000  „

„  2000000  „  für  Kleider  u.  Schuhe

Mai

6000000  „

Juni

6  000000  „

„  6  500  000  „  „

Juli

8  000  000  „

„  2  500  000  „  „  „  „

August

5  500  000  „

September

5  000  000  „

85  050  000  M.
21  200  000  M.

21  200  000  M.

106  250  000  M.

Aus  den  großen  Unterschieden,  die  zwischen  den
Summen  bestehen,  die  das  Rote  Kreuz  in  den  einzelnen
Monaten  erhalten  hat  —  so  vor  allem  August/September/
Oktober  1919  —  geht  hervor,  daß  das  Rote  Kreuz  öfter
Geld  aus  eigenen  Mitteln  vorgeschossen  hat,  die  es  dann
            
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