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III. HAUPTTEIL.
Bei der ersten Aufnahme der Flüchtlinge diesseits
des Rheins wurde versäumt, alle Flüchtlinge, die nicht in
der Lage waren, sich selbständig durch Beziehungen aller
Art sofort eine neue Existenz zu schaffen, zusammen*
zufassen und nach großen wirtschaftlichen Gesichtspunkten
in unser Wirtschaftsleben einzugliedern. Man hoffte, daß
sich die Mehrzahl der Vertriebenen durch eigene Kraft,
eine neue Lebensstellung schaffen würde, und nur für die
Übergangszeit sollte ihnen durch Unterstützungen das
Leben gefristet werden.
Einem großen Teil der Flüchtlinge war aber die
Schaffung einer neuen Existenz nur möglich, wenn ihnen
das Reich Arbeit und Wohnung verschaffte, sowie für sofortigen
Ersatz ihres in Elsaß-Lothringen verlorenen Eigentums
sorgte. In Avelcher Weise die Fürsorge für die vertriebenen
Elsaß-Lothringer infolge dieser Umstände in
hohem Maße unproduktiv geblieben ist, mit welchen Mitteln
diese Unproduktivität und die damit verbundene Verminderung
der Arbeitskraft und Arbeitslust unter den Flüchtlingen
bekämpft worden ist, und was hierbei versäumt
wurde, sollen die weiteren • Ausführungen bringen.
2. FÜRSORGETÄTIGKEIT MIT WEITER GESTECKTEN
PRODUKTIVEN ZIELEN,
a) ARBEITSVERMITTLUNG.
In eine Besprechung der Maßnahmen, die zur elementaren
Befriedigung der Flüchtlingsnot ergriffen wurden,
gehört die Arbeitsvermittlung nicht hinein. Diese Art
der Fürsorge hat unbedingt produktiven Charakter. Trotzdem
mußten wir bei Betrachtung der ersten Hilfe, die den
Flüchtlingen bei ihrer Übernahme in Deutschland gewährt
wurde, des Zusammenhangs wegen auf die Versuche hinweisen,
die unternommen worden sind, um den Flüchtling
durch Arbeitsvermittlung sofort auf eigene Füße zu stellen.
Diese Versuche konnten infolge des ungenügenden Ausbaues
des Übernahmesystems nur in beschränktem Umfang zum
Ziele führen. Sehr Beachtliches ist, wie wir auf S. 113
dargelegt haben, auf dem Gebiet der Arbeitsvermittlung