Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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WANDERUNGSVORGANG  ELS.-LOTHR.  BEVÖLKERUNGSGRÜPPEN.
retisch  ist  die  Lösung  sehr  einfach;  das  Zuviel  an  Arbeitskraft ­
  der  Industrie  wird  der  Landwirtschaft  und  der  übrigen ­
  Rohstoffproduktion  zugeführt.
Eingeschaltet  muß  hier  werden,  daß  mit  diesem  Rückgang ­
  unserer  Industrie  auch  ein  Rückgang  unseres  Handels
und  aller  freien  Berufe  Hand  in  Hand  gehen  muß.  Teilweise ­
  ist  dieser  Rückgang  direkt  bedingt  durch  den  Rückgang ­
  der  Industrie:  für  den  Abatz  des  verringerten  Warenquantums ­
  werden  weniger  Kaufleute  nötig  sein.  Oder  aber
unsere  Verarmung  erlaubt  uns  nicht  mehr  den  Luxus  einer
solchen  Zahl  von  unproduktiven  Kräften  wie  vor  dem
Kriege.  Ohne  in  dem  Sinne  von  Adam  Smith  behaupten  zu
wollen,  es  seien  nur  die  Arbeiter  der  Urproduktion  produktiv, ­
  so  muß  man  doch  zugeben,  daß  ein  Kaufmann  von  dem
Augenblick  an  unproduktiv  zu  nennen  ist,  wo  er  nicht  mehr
um  seiner  Funktion  willen  da  ist,  d.  h.  um  die  Waren  vom
Orte  der  Herstellung  an  den  Ort  des  Bedarfs  zu  verbringen,
sondern  die  Waren  geradezu  um  des  Kaufsmanns  willen  da
sind  und  nur  durch  seine  Hände  gehen,  um  ihn  zu  ernähren, ­
  wo  aus  Handel  Kettenhandel  und  Spekulation  wird.
Ebenso  verhält  es  sich  mit  allen  freien  Berufen,  sowie  den
Beamten.  Wir  dürfen  in  diesen  Berufen  nur  die  nötige
Arbeitskraft  verwenden.  Denn  die  hier  verschwendete  Arbeitskraft ­
  fehlt  nicht  nur  in  der  Urproduktion,  sie  muß  auch
mit  von  der  Arbeit  in  der  Urproduktion  erhalten  werden,
ohne  nötige  Dienste  zu  verrichten.  Vor  dem  Kriege  konnten
wir  uns  in  dieser  Richtung  manchen  Luxus  erlauben.  Heute
sind  wir  zu  arm  dazu.  Und  daß  wir  heute  einen  Überfluß
an  unproduktiven  Kräften  in  diesem  Sinne  haben,  daran
dürfte  niemand  zweifeln.  Die  Not  des  geistigen  Proletariats ­
  ist  kein  parteipolitisches  Schlagwort.  Die  ungeheuerliche ­
  Zahl  von  zu  vielen  Beamten  in  verschiedenen  Verwaltungszweigen ­
  ist  bekannt.  Darüber  kann  auch  die  Tatsache ­
  nicht  hinwegtäuschen,  daß  verschiedene  Verwaltungen
noch  immer  neue  Beamte-  einstellen  müssen.  Letzteres
zeigt  uns  nur,  daß  die  Arbeitskraft  der  Einzelnen  nicht
mehr  in  dem  früheren  Maße  ausgenutzt  wird.  An  dem  ungünstigen ­
  Verhältnis  der  produktiven  und  unproduktiven
            
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