Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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II.  HÄUPTTE1L.

der  Beamten  mit  ihren  Familienangehörigen  auf  35Ö00
veranschlagen.
Es  kommen  hinzu  2800  Eisenbahnarbeiter,  deren  Zahl
wir  bei  Einschluß  ihrer  Angehörigen  auf  rund  7000  erhöhen ­
  müssen.  Die  Zahl  ihrer  Familienangehörigen  dürfte
niedriger  sein  als  bei  den  Beamten,  da  gerade  unter  den
Eisenbahnarbeitern  eine  große  Zahl  junger  unverheirateter
Leute  sein  dürfte.
Den  Beamten  entspricht  eine  große  Zahl  von  Ruhegehaltsempfängern ­
  und  Hinterbliebenen  von  Beamten.  So
allein  1200  Ruhegehaltsempfänger  und  1000  Hinterbliebene
der  Reichseisenbahnbeamten  bezw.  Arbeiter.  Bei  vorsichtiger ­
  Schätzung  kommen  wir  zu  dem  Resultat,  daß  nahezu
die  Hälfte  aller  vertriebenen  Elsaß-Lothringer  —  etwa
50000  —  dem  Beamtenstand  unter  Einschluß  der  Ruhagchaltsempfänger
  und  der  Eisenbahnarbeiter  angehört.
Nach  Mitteilung  der  Zentralfürsorgestellen  in  Essen
und  in  Münster  i.  W.,  zwei  Sammellager,  die  vom  Roten
Kreuz  für  die  Aufnahme  der  Flüchtlinge,  vor  allem  aus
Elsaß-Lothringen,  eingerichtet  worden  sind,  sind  von  diesen
Stellen  rund  5000  Arbeiter  mit  annähernd  10000  Angehörigen ­
  aufgenommen  worden.  Eine  gewisse  Zahl  von
Arbeitern  dürfte  sich  ohne  Vermittlung  dieser  Stellen  Arbeit ­
  verschafft  haben.  So  können  die  aus  Elsaß-Lothringen
vertriebenen  Arbeiter  nebst  ihren  Angehörigen  auf  etwa
20000  geschätzt  werden.
Es  bleiben  rund  40000  vertriebene  Elsaß-Lothringer,
die  sich  auf  Handel,  Verkehr,  Industrie,  Selbständige  und
Angestellte,  freie  Berufe  und  Rentnertum  verteilen.  Zwei
Drittel  davon  sind  als  Familienangehörige  aus  der  Zahl
der  Erwerbstätigen  auszuscheiden.  Wie  sich  die  restlichen
rund  15000  Personen  auf  Handel  und  Verkehr,  Industrie,
freie  Berufe  und  Rentnertum  verteilen,  ist  schwer  zu  sagen.
Während  die  Beamten,  Eisenbahnarbeiter,  Ruhegehaltsempfänger ­
  und  Hinterbliebene  von  Beamten  sich  an  ihren
Brotgeber,  den  Fiskus,  wandten,  die  Arbeiter  zum  großen
Teil  die  eingerichteten  Vermittlungsstellen  benützten  und
auf  diese  Weise  ziemlich  genau  erfaßt  werden  konnten,
            
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