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Wesen und Bedeutung der Wirtschaftsbetriebe.
leicht einzusehen: im täglichen Kampf um die Güter, die der Mensch zur Befriedigung
seiner dringenden und wichtigen Bedürfnisse nötig hat, wird er geneigt
sein, die Mühen und Opfer, die zur Erlangung der Güter erforderlich sind, möglichst
gering zu halten, damit ihm Zeit, Kraft und Lust für die sonstigen Lehensnotwendigkeiten
und -freuden übrig bleiben.
3. Wirtschaft und Verbrauch. Die Verwendung der Güter für die Bedürfnisbefriedigung
wird als Verbrauch bezeichnet. Wir wollen die Frage, oh der Verbrauch
begrifflich noch zur Wirtschaft zu rechnen ist, davon abhängig machen,
daß wir zunächst sehen wollen, was es mit diesem Verbrauch für eine Bewandtnis
hat. Die Verwendung der Güter kann in verschiedener Weise vor sich gehen. Das
Brot, das wir zur Stillung unseres Hungers verwenden, wird verzehrt; dadurch
wird es zum Verschwinden gebracht (in seiner Eigentümlichkeit als Brot). Es hat
als Gut aufgehört zu sein, wodurch es seinen Zweck erfüllt hat. Andere Güter
haben eine nicht so kurzlebige Verwendung. Der Tisch, der aus Holz gefertigt ist,
dient einer längeren Zeit der Bedürfnisbefriedigung (z.B. der Fertigstellung oder
Einnahme von Speisen). Ebenso das Kleid, das aus Wolle hergestellt worden ist.
In solchen Fällen sprechen wir von Gebrauch. Verbrauch und Gebrauch stellen
grundsätzlich dasselbe dar: ein Güterverzehr im eigentlichen Sinne des Wortes.
Sie unterscheiden sich nur durch die Dauer des Verwendungsvorganges.
Es ist jedoch noch eine dritte Art der Verwendung von Bedeutung: ein hergestelltes
Gut erhält seinen Wert dadurch, daß es bei der Herstellung anderer
Güter verwendet wird, wie z.B. das Werkzeug, die Maschine. Doch trifft dies auch
für die Rohstoffe zu, die gewonnenen oder geerntet werden, als solche ein Gut
von bestimmter Art und bestimmtem Wert darstellen, und aus denen andere
Güter gefertigt werden, wie z. B. aus Erzen und Kohle das Eisen. Auch diese
Güter werden verbraucht oder gebraucht; aber aus dieser Verwendung entstehen
neue Güter, Die Verschiedenheit wird dadurch gekennzeichnet, daß man
zwischen unmittelbarem Verbrauch (Brot) oder Gebrauch (Tisch) und mittelbarem
Verbrauch (Kohle) oder Gebrauch (Werkzeug) unterscheidet. Dann spielt sich
der mittelbare Verbrauch und Gebrauch dort ab, wo Güter hergestellt werden,
also in der Wirtschaft; ja hier spielt diese Art der Verwendung der Güter eine
große Rolle (die wir noch zu würdigen haben).
Doch ist zu beachten, daß das Kennzeichen des unmittelbaren und mittelbaren
Verbrauchs und Gebrauchs nicht den Gütern ohne weiteres anhaftet. Die Kohle,
die zum Schmelzen des Erzes verwendet wird, dient einem mittelbaren Verbrauch;
der Herstellung von Eisen; wenn hingegen der Wohnraum im Hause mit Kohle
geheizt wird, liegt unmittelbarer Verbrauch vor: Abwehr der Kälte. Das Getreide,
wie das Mehl, ist für den Bauer ein Gut des mittelbaren Verbrauchs; das
Brot dient dem unmittelbaren Verbrauch, wenn der Mensch mit seiner Hilfe den
Hunger stillt; wird es zur Mast eines Tieres verwendet, liegt wieder mittelbarer
Verbrauch vor. Aus diesen Beispielen wird zugleich ersichtlich, daß Verbrauch
immer nur einen wirtschaftlichen Vorgang darstellt, der zwar mit einer Form- und
Zustandsveränderung verbunden sein kann, doch niemals das Gut endgültig zum
Verschwinden bringt. Einen Verbrauch im endgültigen Sinne gibt es nicht.
Wenn wir den unmittelbaren Verbrauch und Gebrauch ins Auge fassen — und
an diesen denkt man in erster Linie, wenn von Verbrauch (oder Verwendung von
Gütern zur Bedürfnisbefriedigung) die Rede ist —, so kann auch hier wieder das
wirtschaftliche Prinzip zur Anwendung kommen. Es würde bedeuten, daß mit
den zur Bedürfnisbefriedigung bestimmten Gütern eine möglichst vollkommene
Befriedigung der Bedürfnisse erreicht wird. Da die Güter als solche schon da
sind (wenn sie verwendet werden sollen), so wird es jetzt mehr darauf ankommen,
mit den Gütern sparsam umzugehen. Der Sprachgebrauch hat hierfür das Wort: