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Die Organisation.
schieden werden müssen, und kommt sowohl als Einzelzahl (Kennziffer) als auch in der
Zahlenreihe zur Anwendung; sie hat gegenüber den anderen Kennzeichen mehrere Vorteile:
gute Unterscheidbarkeit, vielseitige Verwertbarkeit, Vollständigkeits- und zahlenmäßige Kontrolle
1 . Die Zahl wird meist in Verbindung mit einer Zeitfolge benutzt, zum Beispiel laufende
Verbuchung der Gesohäftsvorfälle, laufende Einstellung des Personals, laufende Abnehmer
oder Lieferanten, laufende Aufträge usw. Sind die Veränderungen innerhalb der einzelnen
Gruppen sehr kurzfristig, so verliert die laufende Bezifferung an Wert; so wird man nicht die
Laufkunden eines Ladengeschäfts beziffern, sondern höchstens die einzelnen Käufe als die
bleibenden Handlungen 1 2 . Auch eine geringe Anzahl der einzelnen Vorgänge spricht gegen eine
Zahlenbezeiohnung, da sie zu schwerfällig würde (etwa die Bezifferung einzelner Konten bei
nur wenigen Konten insgesamt). Allerdings kann die maschinelle Erledigung von Vorgängen,
sofern die Maschinen technisch zum Zahlenschreiben eingerichtet sind, auch hier zur Bezifferung
zwingen, etwa: Einzahlung = 1; Auszahlung = 2; Wechsel = 3 usw. 3
Sehr zweckmäßig ist die laufende zahlenmäßige Bezeichnung von Verfügungen, Anfragen,
Rechnungen, Lieferscheinen usw. in Wirtsohaftsbetrieben und Behörden besonders dann, wenn
mit Verweisungen und Bezugnahmen zu rechnen ist oder ein sehr schnelles Anwachsen zu erwarten
ist 4 . Beliebt sind Verbindungen von römischen und arabischen Ziffern. Die laufende
Bezeichnung kann als geschlossene und als offene Reihe angewendet werden. Im Wirtschaftsbetrieb,
der fast immer mit mehreren gleichartigen Gruppen arbeitet, ist die offene Reihe
häufig zweckmäßiger; sie gestattet fortlaufende Einschaltungen, z. B. 1—9999: Privatkundsohaft;
10 000—19 999: Kommunen; 20 000—29 999: Reich und Länder usw. oder 1—999:
Turbinenaufträge; 1000—19 999: Pumpen; 20 000—39 999: Pumpenzubehör usw. und kennzeichnet
allein durch die Ziffer schon die Art des Auftrags. Hier können wieder Verbindungen
aller Art eine noch weitergehende Festlegung möglich machen, indem die Stelle der Zahl mit
berücksichtigt wird. So können die Aufträge nach den einzelnen Erzeugnissen unterteilt sein
in 0—9 Gruppen, ferner die Kundschaft nach Art und Standort (Inland—Ausland I—II) und
die Reihenfolge der einzelnen Aufträge. Es heißt also etwa:
II 9/ 1584/4/
I I L
Betriebsabteilung: Müllverbrennung .j,
Auftragsnummer: Behördenauftrag
I
Einzelobjekt: Gebläse
Endlich ist noch die Tagesnumerierung möglich, welche die Umgestaltung oder Einbeziehung
der Tagesangabe in eine laufende Nummer bezweckt, zum Beispiel 27. April 1932
= 270 432 5 .
Als besonderes Gebiet sei auch die Zahlengeographie, welche vom Reichskuratorium für
Wirtschaftlichkeit durch die Ortsnumerierung geschaffen wurde, wegen ihrer großen Bedeutung
genannt 6 (im Ausland länger durohgebildet nach dem Deveyschen System, herausgegeben
vom Institut International de Bibliographie, Brüssel). Nach diesem System ist
Deutschland in neun Hauptbezirke (1—9) eingeteilt, jeder Hauptbezirk gliedert sich wieder
in 9 Unterbezirke usw. bis zur 5. und teilweise 6. Stelle, so daß etwa 90 000 Ortschaften erfaßt
sind; eine Ausdehnung auf sämtliche, einen Namen führende Wohnplätze •— auch auf Einzelhäuser
—- ist ohne weiteres möglich. „Die Vorteile der Kennzeichnung der Orte liegen in der
Kürze, Eindeutigkeit, leichten Schreibbarkeit und Lesbarkeit und leichten Ordnungsfähigkeit
7 .“ In der Praxis stellen sich diese Vorteile besonders heraus:
1. bei der Herstellung und Ausfertigung von Schriftstücken, zum Beispiel im Scheck-,
Wechsel-, Überweisungs- und Kontokorrentverkehr, besonders aber die Ausnutzung von nur
zahlenschreibenden Rechen- und Lochkartenmasohinen;
2. bei der Weiterbearbeitung und Ordnung von Schriftstücken in Registratur, Buchhaltung,
Verkaufsstatistik u. a. m.;
3. bei der Kontrolle des Adressenmaterials bzw. der Adressenkartei (z. B. bei häufig vorkommenden
Ortsnamen: im Verzeichnis erscheinen zum Beispiel Neudorf 106, Neuendorf 74,
Holzhausen 60, Buchholz 54, Neuhaus 50, Schönau 46, Horst 44, Neustadt 34mal!);
1 Stefanio-Allmayer in Z. f. O. vom 31. Mai 1933, S. 200.
2 Prelinger: Arbeitsgestaltung im Büro, S. 128.
3 Prelinger: ebenda. 4 Vogt: S. 629.
5 Stefanic-Allmayer: Z. f. O. vom 31. Mai 1933, S. 202.
6 RKW-Veröff.: Ortsnummernverzeichnis d. Dt. Reiches. Die Ortsnumerierung in der
Praxis. — RKW-Sonderdruck: Einleitung zum Ortsnummemverzeiohnis. — RKW-Sonderbeilage
zu den RKW-Nachrichten.
7 RKW-Veröff.: Die Ortsnumerierung in der Praxis, S. 6/7.
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Ausland
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