Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Die  Aufgabengliederung.

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wie  „konstruktive“,  „Fortschritts“-  und  „kaufmännische“  Arbeiten.  Die  weitere
Unterteilung  geht  dann  allerdings  vollkommen  eindeutig  nach  Verrichtungen  vor
sich.
Die  Gliederung  nach  der  Verrichtung  geht  vielfach  außerordentlich  weit,  da
nicht  nur  die  Gliederung  der  Aufgaben  in  einzelne  Arbeitsvorgänge,  sondern  auch
die  Zerlegung  der  Arbeit  selbst  hierher  zu  rechnen  ist.  Dies  gilt  besonders  für  die
technischen  Werkstätten.  Obwohl  organisatorisch  von  höchster  Bedeutung,  kann
doch  an  dieser  Stelle  eine  nähere  Darlegung  nicht  gebracht  werden 1 .  In  Bürohetriehen
  geht  die  Aufspaltung  nicht  so  weit,  und  es  ist  zweifelhaft,  ob  sie  überhaupt
in  diesem  Bereich  so  weit  durchführbar  ist.  Eine  Systematisierung  und  eingehende
Untersuchung  der  gesamten  Verwaltungsarbeiten  ist  bisher  noch  nicht  bekannt
geworden;  lediglich  über  das  Schreiben  und  Rechnen  Hegen  Ansätze  vor 1  2 .  Doch
auch  diese  theoretischen  Erörterungen  über  die  Gliederung  der  Büroarbeit  sind
nur  als  erste  Versuche  zu  werten;  sie  zeigen  aber  immerhin,  daß  hier  noch  fruchtbare ­
  Arbeit  zu  leisten  ist,  da  vor  allem  aus  diesen  Überlegungen  eine  etwas  größere
Klarheit  zu  entstehen  verspricht,  bei  welcher  Art  von  Arbeiten  die  Benutzung
von  besonderen  Geräten  und  Maschinen  nutzbringend  sein  kann  oder  nicht.  Als
ein  Beispiel  sei  das  von  Weiß  gegebene  Schema  —  verkürzt  —  angeführt.
GUederung  der  Schreib-  und  Rechenarbeiten:
10  Schreibarbeit,
100  Einmalige  Schreibarbeit,
1000  mit  Hand,
1001  mit  Schreibmaschine,
101  sich  gleichartig  wiederholende  Schreibarbeit,
1010  sich  einmalig  wiederholende,  gleichartige  Schreibarbeit,
1011  häufig  wiederkehrende,  gleichartige  Schreibarbeit.
11  Vervielfältigungsarbeit.
12  Rechenarbeit,
120  Vorrechenarbeit,
1200  Rechnen  auf  Streifen,
1201  bei  Abgabe  der  Rechnungsstreifen  an  andere  Abteilungen,
1202  Aufstellung  von  Listen  usw.  mit  einer  Rechenkolonne,
1203  Aufstellung  von  Listen  usw.  mit  mehreren  getrennt  zu  bearbeitenden
Kolonnen.
1204  Reohenarbeit  in  mehreren  Kolonnen,
1205  Mehrere  Durchschlage,
1206  Nicht-Rechnen,  aber  Schreiben,
1207  Rechnen,  aber  Nicht-Sohreiben,
121  Nachrechenarbeit,
1210  Nachrechnen  •—  betriebs-  bzw.  abteilungsfremde  Arbeiten,
1211  Naohrechnen  der  Arbeiten  der  eigenen  Abteilung,
122  Kombinierte  Textschreib-  und  Rechenarbeit,
1220  Verwendung  von  Zifferntext,
1221  Verwendung  von  Symboltext,
1222  Verwendung  von  Textworten.
Die  einzelnen  Abschnitte  sind  zum  Teil  noch  sehr  stark,  meist  nach  den  Arbeitsmitteln, ­
  unterteilt.
Dieser  Grad  der  Arbeitsgliederung  (Hellpach  nennt  ihn  Arbeitszerstückelung) 3
macht  allerdings  eine  sehr  feine  Beobachtung  des  Ineinandergreifens  erforderlich
(auf  die  im  nächsten  Abschnitt  noch  eingegangen  wird).
1  Es  soll  nur  auf  das  entsprechende  Schrifttum  verwiesen  werden.  Für  den  technischen
Bereich  sind  zu  nennen:  Refa-Buch,  Einführung  in  die  Arbeitszeitermittlung,  Berlin  1928;
Grundlagen  für  Arbeitsvorbereitung,  Zeitstudien,  Berlin  1929.  Für  den  gesamtorganisatorischen
  Bereich  hat  m.  W.  Nordsieck  zum  ersten  und  bisher  einzigen  Male  brauchbare  Vorschläge ­
  entwickelt.
2  So  bei  Prelinger,  le  Coutre-Thoms,  und  Weiß,  und  ein  Aufsatz:  Arbeitstypen  des
Verwaltungsbetriebes.  Z.  f.  O.,  H.  13  (1930)  S.  343.
8  Hellpach:  Zur  Arbeits-und  Betriebsteilung.
            
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