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Die Grundlagen.
auf „technische Ideen“ gerichteten Inhalts (Erfinder, Entdecker), 2. die disposi
tive (Arbeit der Arbeitsorganisation und Leitung, Unternehmerarbeit), 3. die
exekutive, die des Arbeiters im engeren Sinne, und 4. die automatische (unter Ver
zicht auf jedes geistige Element).
So wichtig und notwendig diese Unterscheidungen sind, wenn man die Arbeit
in den Wirtschaftsbetrieben praktisch gestalten (und ihr Wesen wissenschaftlich
erfassen) will, so wollen wir uns doch an dieser Stelle nicht weiter mit ihren
Einzelheiten beschäftigen (sondern einstweilen nur von ihnen Kenntnis nehmen).
Wir gehen im folgenden den Weg, zunächst die Betriebsarbeit als solche zu er
kennen und zu bestimmen. Wir zielen hierbei auf den Begriff (und Inhalt) der
kaufmännischen Arbeit ab, die uns in diesem Buch in erster Linie angeht. Wenn
wir hierbei auch dem anderen Teil der Betriebsarbeit, der technischen Arbeit,
Beachtung schenken, so hat das folgende Gründe: Weder der Begriff der tech
nischen noch der der kaufmännischen Arbeit steht eindeutig fest; die technische
und kaufmännische Arbeit gehen (selbst wenn sie begrifflich getrennt sind) in der
Praxis häufig ineinander über oder bedingen sich gegenseitig; es müssen daher die
Personen, die sich mit der kaufmännischen Arbeit beschäftigen, mehr oder weniger
eingehend auch über die technische Arbeit Bescheid wissen; endlich können ge
wisse Formen, Verfahren und Maßnahmen, die auf dem einen Gebiet zu Hause
sind, auf das andere Gebiet übertragen werden — oder auch nicht, dann ist es gut,
die besonderen Bedingungen und Voraussetzungen hierfür zu kennen. Natur
gemäß wird die technische Arbeit im folgenden nur insoweit behandelt, als es zu
ihrem Verständnis und als Ergänzung für die kaufmännische Arbeit erforderlich ist.
Die Gestaltung der Arbeit durch den Menschen und für den Menschen wird im
Hauptteil C: Die Betriebsorganisation dargestellt, wo auch die einzelnen Arten
der Arbeit (obige Unterscheidungen) zu ihrem Recht kommen. Vorher wollen
wir uns im Hauptteil B mit dem Menschen im Betrieb beschäftigen.
2. Die technische Arbeit. Wir wollen die Eigenart der technischen Arbeit auf
drei Gebieten verfolgen: als landwirtschaftliche, bergbauliche und gewerbliche
Arbeit.
a) Der landwirtschaftliche Betrieb will dem Boden Früchte abgewinnen. Er bearbeitet die
Erdoberfläche durch Pflügen, Düngen, Bewässern, Brachen und Säen in der Absicht, die Natur
kräfte so zu leiten, daß der Boden die gewünschten Erzeugnisse hervorbringt. Ähnlich liegt
es bei der mit der Landwirtschaft in der Regel verbundenen Viehzucht. Kennzeichnend ist
also die Bearbeitung der Erdoberfläche, die Arbeit am Boden, die Wartung und Pflege der
Tiere und weitgehende Abhängigkeit von den Naturkräften. Dazu kommt, daß die Arbeit
selbst wieder von der Art des Bodens abhängig ist, daß sie weitgehend vom Klima und Wetter
bedingt ist und sich zu gewissen Zeiten zusammendrängt.
Die Beschaffenheit des Bodens, dessen Güte im Hinblick auf die Ergebnisse sehr verschie
den ist, beeinflußt die Art der Acker-, Wiesen- und Waldnutzung. Die wechselnde Güte der
Weiden und Felder zwingt zur Änderung der Betriebsführung, für die sich besondere Systeme
nach jahrhundertelanger Übung herausgehildet haben. Verschlechterte oder verbesserte
Wegeverhältnisse oder veränderte Marktlagen bedingen Verschiebungen zwischen Wald- und
Landwirtschaft. Wärme- und Niederschlagsverhältnisse sind in stärkster Weise bestimmend
für die Art und die Einteilung der Arbeit, welche durch ungünstige zeitliche Aufeinanderfolge
gekennzeichnet ist. Aus diesen Gründen ist eine Arbeitsteilung sehr erschwert und auch eine
Gliederung nur bedingt und zeitweilig möglich, so daß die daraus entspringenden großen Vor
teile nicht voll ausgenutzt werden können. Aber nicht nur eine Arheitsgliederung ist unmög
lich, sondern auch einer Beschränkung auf einzelne Erzeugnisse sind durch die Natur enge
Grenzen gesetzt, da eine Ausnutzung der Bodenkräfte durch verschiedenartige und wechselnde
Bebauung sehr viel besser gelingt als durch einseitige und dauernde Erzeugung eines einzigen
Gutes, ganz abgesehen von dem größeren Wagnis durch pflanzliche und tierische Schädlinge
sowie Mißernten bei Einheitsbehauung.
Ganz allgemein ist die landwirtschaftliche Arbeit einer Einwirkung durch rationelle Ver
fahren weniger zugänglich, obwohl sie in letzter Zeit mit Erfolg zur Anwendung gebracht wur
den: Zum Beispiel künstliche Regen- und Bewässerungsanlagen, Bodenbeheizung, Bodenver
besserung durch Schlick- oder Moorzugahe, Erhöhung der Zahl der anfallenden Eier durch