Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Die  Grundlagen.

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inneren  Stoffnatur,  des  Stoffgefüges,  zu  verstehen  ist.  Hervorgegangen  aus  einer
in  stetiger  Wechselwirkung  von  Bedarf  und  Bedürfnisbefriedigung  entstandenen
Verfeinerung  der  Zwecke,  unternimmt  es  die  gewerbliche  Arbeit,  diesen  verfeinerten ­
  und  bis  ins  kleinste  verschiedenartigen,  oft  wechselnden  Zwecken  die  entsprechenden ­
  Mittel  —  die  Brauchbarkeiten  —  zur  Verfügung  zu  stellen.
Erhitzen,  Rösten,  Kochen,  Verdampfen,  Vergasen,  Niederschlagen,  Lösen,
Trocknen,  Pressen,  Entspannen,  Elektrolysieren  u.  a.  sind  die  verschiedenen  Verfahren, ­
  welche  der  chemischen  Arbeit  zugrunde  liegen;  Apparate  aller  Art,  Kessel,
Blasen,  Retorten,  Röhren  und  andere  offene  und  geschlossene  Behälter,  ferner
Pumpen,  Kompressoren,  Kühler,  Ventile,  Schieber,  Vorlagen,  Feuerungs-  und  Beheizungsanlagen ­
  sind  die  Einrichtungen,  die  bei  dieser  Arbeit  Verwendung  finden.
Ganz  anders  geartet,  obwohl  häufig  in  die  chemische  Arbeit  übergehend,  ist  die
mechanische  Arbeit.  Hier  werden  Stoffe  zermahlen,  zersägt,  geschnitzt  und  zerschnitten, ­
  gebogen,  geschlagen,  verdreht  und  zerspant,  gedrückt,  geprägt,  gewalzt
und  gezogen,  ohne  daß  eine  Änderung  des  Stoffes  erfolgt  und  beabsichtigt  ist,  wenngleich ­
  oft  eine  Erweichung  und  Verflüssigung,  eine  Erhärtung  und  Erstarrung  bei
diesen  Bearbeitungen  eintritt  oder  zur  leichteren  Bearbeitung  vorgenommen  wird.
Das  Werkzeug  und  die  Maschine  in  ihren  vielgestaltigen  Abwandlungen  sind  die  vorherrschenden ­
  Arbeitsmittel.  Mit  ihrer  Hilfe  werden  mehr  oder  minder  feste  Stoffe
in  ihrer  Form  verändert,  verlängert,  verdünnt,  verkürzt,  verdickt,  werden  sie
auseinandergetrennt,  sinnvoll  geformt  und  nach  neuem  Plan  wieder  zusammengefügt. ­
  Lösbare  und  unlösbare  Verbindungsmittel  und  Verbindungsverfahren
bilden  die  Elemente  aller  mechanischen  Arbeit;  So  Verschraubung,  Vernietung,
Verkeilung,  Verkupplung  oder  Verwebung,  Verknüpfung,  Verzahnung,  Verkettung
oder  Verklebung,  Verlötung,  Verschweißung.
Ist  die  chemische  Arbeit  gekennzeichnet  durch  eine  gewisse  äußerliche  Ruhe,
die  nur  durch  Brodeln,  Zischen,  Summen  und  aufsteigende  Dämpfe  die  Arbeit  in
den  Apparaten  verrät,  so  ist  das  Bild  der  mechanischen  Arbeit  beherrscht  von  der
Bewegung;  Räder,  Stangen,  Spindeln,  Schneiden,  Walzen  und  Scheiben  mit  ihren
Verbindungsteilen  werden  mit-  und  gegenläufig  in  Bewegung  gesetzt,  Formänderungsarbeiten ­
  durch  genau  vorberechnete  und  abgesteckte,  geradlinige  oder
drehende  Bewegungen  von  Kraft  und  Widerstand  leistenden,  mehr  oder  minder
festen  Körpern  sind  der  technische  Ausdruck.  So  entstehen  aus  den  Rohstahlblöcken ­
  das  Walzeisen,  die  Bleche,  Röhren,  Stangen  und  Drähte,  die  Drahtgewebe, ­
  Drahtstifte,  Nadeln,  die  Ketten,  Federn  und  Seile,  so  in  Formerei  und
Gießerei  die  mannigfachen  Einzelteile,  deren  Bearbeitung  und  Zusammenfügung
unsere  Maschinen  und  Gebrauchsgegenstände  des  täglichen  Lebens  ergeben.  In
ähnlicher  Weise  arbeitet  auch  das  Textilgewerbe,  das  aus  kurzen,  biegsamen
Fasern  durch  Aneinanderlegen  und  Zusammendrehen  beliebig  lange  Fäden  spinnt,
welche  sie  durch  Weben,  Flechten,  Koppeln  und  Knüpfen  zu  festen,  unelastischen
Geweben  —  den  Tuchen  —  oder  durch  Wirken,  Stricken  und  Häkeln  zu  losen,
elastischen  Maschenwaren  weiterverarbeitet,  aus  denen  dann  das  Bekleidungsgewerbe ­
  unsere  Kleidung  anfertigt  oder  sonstige  Gebrauchsgegenstände  liefert
(Teppiche,  Gardinen,  Decken,  Säcke,  Zeltbahnen  u.  a.).  Auch  die  Holzbearbeitung
und  das  Baugewerbe  arbeiten  mit  gleichen  Mitteln  und  Verfahren,  wenngleich,
besonders  beim  letzteren,  die  menschliche  Arbeit  gegenüber  der  Maschine  heute
noch  vorherrscht,  was  übrigens  bei  jedem  Zusammenbau,  ob  Haus  oder  Brücke,
Schiff  oder  Maschine,  der  Fall  ist.
Eigenartige  technische  Arbeit  wird  in  den  Krafterzeugungs-  und  Verkehrsbetrieben  geleistet. ­
  Sie  besteht  vorwiegend  in  der  Bedienung  und  Wartung  der  benutzten  Maschinen  und
Vorrichtungen,  eine  technische  Leistung,  die  durch  das  Betreiben  der  technischen  Hilfsmittel
allgemein  notwendig  wird.  Ihr  Ausdruck  ist  der  Maschinenbediener  als  Lokomotivführer,
Kraftfahrzeugführer,  Kranführer,  Straßenbahnfahrer,  als  Fördermaschinist  oder  Maschinen ­
            
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