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Die Wirtschaftlichkeit.
Ausdruck, wie die Vor-Kostenrechnung zustande kommt: Einstandspreis der
Ware zuzüglich eines Aufschlages für den Bruttonutzen. Der Bruttonutzenzuschlag
wird gefunden aus den entstandenen (Handlungs-) Unkosten im Verhältnis
zum letzt]ährigen Umsatz (Absatz); er muß somit, wenn ein richtiges Ergebnis
erzielt werden soll, dem jeweils laufenden Absatz angepaßt werden. Mit einer
Wirtschaftlichkeitsrechnung hat diese Kostenrechnung — Ermittlung des Bruttonutzenzuschlages
— kaum noch etwas zu tun, besonders nicht, wenn Preisveränderungen
die Höhe der Absatzziffer beeinflussen. Wir sehen daher auch, daß
gerade in Kleinhandels-Großbetrieben nach anderen Maßstäben für die Wirtschaftlichkeit
gesucht wird (Statistik und Kennziffern, von denen weiter unten
die Rede ist). Im weiteren Sinne zählt natürlich auch die im Handel geläufige
und wichtige Bezugskalkulation zur Wirtschaftlichkeitsrechnung (Hellauer:
Kalkulation in Handel und Industrie).
Anders im Industriebetrieb, insbesondere in den neuzeitlichen Großbetrieben.
Hier hat die Ausbildung der Kostenrechnung ihren Ausgang von der Lohnreohnung
genommen, die für die Lohnabrechnung und -auszahlung erforderlich wurde.
In der Anfangszeit der Industrieentwicklung waren die Löhne für die Kostenrechnung
ausschlaggebend, da die sonstigen Aufwendungen (an Material und insbesondere
Anlagen) bei der Herstellung der Güter stark zurücktraten. Mit dem
Übergang zur Kapitalintensivierung (Anlagen und technischer Fortschritt), dem
Anwachsen des Anlagekapitals und den sich hieraus ergebenden fixen Kosten
ändert sich auch die Kostenrechnung in starkem Maße. Jetzt tritt das Problem
der Verrechnung der Gemeinkosten in den Vordergrund; damit entstehen auch
für die Wirtschaftlichkeitsmessungen eigenartige Schwierigkeiten.
An sich sind diese Schwierigkeiten geringer bei der sog. (Divisions-) Teilungsrechnung,
bei der die gesamten, für ein einheitliches Erzeugnis (Gas, Bier) aufgelaufenen
Kosten durch die Menge der Erzeugnisse (hl Bier) dividiert (geteilt)
werden. Die Sammlung und Gliederung der auf laufenden Kosten wird von der Buchhaltung
(Verbuchung auf entsprechende Konten) vorgenommen. Somit ist die
Kostenrechnung unmittelbar in der Buchhaltung (Gewinn- und Verlustrechnung)
enthalten. Diese kalkulatorische Buchhaltung ist gleichzeitig Hilfsmittel der Wirtschaftlichkeitsmessung.
Die Schwierigkeiten beginnen, wenn in einem Betriebe
verschiedenartige Erzeugnisse hergestellt werden und die einzelnen Erzeugnisse
die Einrichtungen und Mittel des Betriebes in verschieden starker Weise in Anspruch
nehmen. Hier wird die sog. Zuschlagsrechnung erforderlich, d. h. die
allgemein anfallenden Kosten (Gemeinkosten) müssen anteilsmäßig auf das einzelne
Erzeugnis (Stück) verrechnet werden. Die Schwierigkeit liegt jetzt darin,
einen Verteilungsschlüssel für diese Gemeinkosten zu finden, der auch dann
richtig bleibt, wenn die Herstellung des betreffenden Stückes zunimmt oder fällt.
Man kann folgende Stufen dieser Bemühungen unterscheiden. Zuerst: der Zuschlag
für die Gemeinkosten wird in einem gefundenen Hundertsatz auf die Kosten
für das verwendete Material oder auf die gezahlten Löhne oder auf beides (je nach
dem Verhältnis dieser Kosten zu den Gemeinkosten) für alle Erzeugnisse gleichmäßig
in Anwendung gebracht. Hierbei kann es natürlich Vorkommen, daß dem
einen oder anderen Erzeugnis mehr oder weniger an Gemeinkosten zugerechnet
wird, als es tatsächlich in Anspruch genommen hat. Die zweite Stufe ist: es
werden die Gemeinkosten für die einzelnen Stellen (Hauptbetriebe, Hilfsbetriebe,
Nebenbetriebe, Abteilungen, Reparaturstellen) errechnet und diese dann auf das
einzelne Stück verteilt, soweit dieses Stück eine bestimmte Stelle in Anspruch
genommen hat. So werden z. B. die Kosten einer Tischlerwerkstätte auch
wirklich nur den Erzeugnissen zugeschlagen, die in dieser Werkstätte behandelt
worden sind. Bei dieser sog. Abteilungskalkulation entsteht überdies die Mög