Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Die  Wirtschaftlichkeit.

Bestellung,  ist  ein  eigentlicher  Äbsatzvoranschlag  überhaupt  nicht  möglich.  Es
kann  lediglich  die  gesamte  Umsatzhöhe  abgeschätzt  werden.
Dieser  so  erhaltene  geschätzte  Umsatz  wird  auf  die  den  Absatz  erwirkenden
Stellen,  das  sind  die  einzelnen  Verkaufsabteilungen,  die  Vertreter  und  Reisenden
aufgeteilt,  sei  es,  daß  die  einzelnen  Anteile  als  bindende  Vorgaben  oder  lediglich
als  Richtzahlen  gedacht  sind.
Als  Nebengebiete  des  Ahsatzvoranschlags  werden  der  Absatzkostenvoranschlag
und  der  Reklamekostenvoranschlag  aufgestellt.  Der  letztere  ist  vielfach  auch  in
Wirtschaftsbetrieben  ohne  umfassendes  Voranschlagssystem  anzutreffen,  da  hier
die  Notwendigkeit  einer  Begrenzung  und  zielbewußten  Handhabung  unbedingt
erforderlich  ist.
Auf  dem  Absatzbudget  baut  sich  der  Produktionsvoranschlag  auf.  Die  Brücke
wird  hergestellt  durch  den  Fertiglagervoranschlag.  Es  hat  hier  die  Überlegung
einzusetzen,  oh  es  vorteilhaft  erscheint,  im  Hinblick  auf  eine  gleichmäßigere  Produktion ­
  das  Fertiglager  als  Ahsatzpuffer  wirken  zu  lassen  oder  ob  die  starke
Kapitalbindung  durch  die  Lagervorräte  dies  verbietet.  Entsprechend  diesen  Entscheidungen ­
  wird  der  Produktionsvoranschlag  aufgestellt.  Aus  der  Zahl  der  vom
technischen  Betriebe  zu  erstellenden  Erzeugnissen  leitet  sich  als  weitere  Unterteilung ­
  der  Rohmateriallagervoranschlag,  daraus  der  Materialeinkaufsvoranschlag
ab.  Dabei  ist  auf  den  eisernen  Lagerhestand  und  auf  die  wirtschaftliche  Bezugsmenge ­
  Rücksicht  zu  nehmen.
Zusammen  mit  dem  Materialverbrauchsvoranschlag  gehört  der  Lohn-  und  der
Gemeinkostenvoranschlag  zu  dem  zusammenfassenden  Begriff  des  Kostenvoranschlags. ­
  Der  Lohnvoranschlag  ist  wichtig  für  die  Zahl  der  beschäftigten  Gefolgschaftsmitglieder. ­
  Eine  Planung  auf  längere  Sicht  ist  wegen  der  Schwierigkeiten ­
  der  Beschaffung  von  Arbeitskräften,  sowie,  im  Falle  rückläufiger  Beschäftigung, ­
  wegen  der  rechtzeitigen  Innehaltung  der  Kündigungsfristen  unbedingt  erforderlich. ­
  Bei  der  Veranschlagung  der  Lohnkosten  ist  auch  die  Überlegung  zu
berücksichtigen,  inwieweit  die  Gefolgschaft  durch  Zeiten  unzureichender  Beschäftigung ­
  durchgehalten  werden  soll.
Schwierigkeiten  ergeben  sich  bei  der  Veranschlagung  der  Gemeinkosten.  Bei
der  Höhe  der  Gemeinkosten  ist  hier  der  wichtigste  Ansatzpunkt  für  eine  Verbesserung ­
  der  Wirtschaftlichkeit.  Bekanntlich  ist  die  Höhe  der  Gemeinkosten
abhängig  vom  Beschäftigungsgrad,  außerdem  muß  die  Richtung  eine  Beschäftigungsgradänderung ­
  berücksichtigt  werden.  Für  jeden  möglichen  Beschäftigungsgrad ­
  müssen  daher  andere  Kosten  veranschlagt  werden.  Um  eine  genügende  Kontrolle ­
  der  Gemeinkosten  durchführen  zu  können,  ist  eine  weitgehende  Aufgliederung ­
  der  Budgetziffern  nach  Kostenstellen  (Abteilungen)  und  innerhalb  dieser
nach  Kostenarten  notwendig.  Die  Entwicklung  der  Gemeinkosten  bei  wechselndem ­
  Beschäftigungsgrad  verläuft  nun  je  nach  Kostenstelle  und  Kostenart  verschieden; ­
  es  muß  daher,  bevor  an  eine  Kostenvorgabe  gegangen  werden  kann,
durch  statistische  Ermittlungen  der  Verlauf  der  Gemeinkostenentwicklung  bei
jeder  Kostenstelle  und  Kostenart  gefunden  werden.  Nunmehr  können  die  Gemeinkosten ­
  veranschlagt  werden  und  zwar  in  mehrfacher  Auflage,  verschieden
durch  den  angenommenen  Beschäftigungsgrad.  Nur  jeweils  ein  Abschnitt  tritt
bei  der  Aufstellung  des  eigentlichen  Voranschlags  in  Kraft,  eben  der  mit  dem  Beschäftigungsgrad, ­
  der  sich  aus  dem  Gesamtvoranschlag  ergibt.  Hasenack  hat
diese  Voranschläge,  gestaffelt  nach  dem  Beschäftigungsgrad,  treffend  als  Eventualbudgets ­
  bezeichnet.
Als  dritter  Teilvoranschlag  ergibt  sich  als  Zusammenfassung  aller  oben  besprochenen ­
  Voranschläge  der  Finanzvoranschlag.  Er  zerfällt  in  den  Kreditvoranschlag, ­
  den  Finanzvoranschlag  (im  engeren  Sinne)  und  als  Gipfelpunkt  in  die
            
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