63
Die Mitarbeiter.
der Frauen, Kleinigkeiten zu beachten, auf Ordnung zu halten, in ihrer Tätigkeit
aufzugehen, haben den Stand der unersetzbaren Sekretärinnen und Assistentinnen
geschaffen. (Wenn der männliche Angestellte in all diesen Fällen hinter seiner
weiblichen Berufsgenossin zurücksteht, so darf er sich über die Statistik freuen, die
ihm darüber Auskunft gibt, daß in den eigentlich leitenden Stellen Frauen nur
selten anzutreffen sind.)
Die Maßnahmen des Staates gehen jetzt dahin, möglichst männliche Arbeits
kräfte wieder in Arbeit zu bringen und die Frau mehr dem Haushalt — dem eigenen
oder einem fremden — zuzuführen.
Als Beispiele für die Gliederung der kaufmännischen Angestellten seien der
Kleinhandelsbetrieb und der Bankbetrieb herangezogen;
In einem Kleinhandelsbetrieb finden wir (nach Seyffert)
folgende Gliederung:
1. Personen der Geschäftsleitung.
2. Einkaufspersonal.
3. Produktionspersonal (in den eigenen Werkstätten).
4. Verkaufspersonal
a) Personal der Verkaufsanbahnung,
b) „ ,, Verkaufsbeaufsichtigung,
c) „ ,, Verkaufstätigkeit selbst,
d) ,, „ Verkaufsabwicklung.
5. Handelshilfspersonal (Hausdiener, Putzfrauen usw.).
6. Verwaltungspersonal.
Im Bankbetrieb stellt sich die Gliederung (nach Obst) wie folgt:
1. Kassierer.
2. Effektenverwalter.
3. Wechsel- und Devisenverwalter.
4. Kuponverwalter.
5. Korrespondenten.
6. Rechner.
7. Kontenführer (Buchhalter).
8. Sohalterbeamte.
9. Börsenvertreter.
10. Registratoren.
11. Kassenhoten.
12. Schreibkräfte.
13. Hilfskräfte (Hausverwaltung, Portiers usw.).
Für die technische Arbeit haben sich ähnliche Spaltungen herausgebildet. So sind als
Grundarbeiten zu erkennen:
1. Der berechnende und entwerfende Ingenieur (Konstrukteur), der die Planung und die
Ausarbeitung der technischen Anlagen vomimmt.
2. Der Versuchs- und Prüfingenieur, der neue technische Möglichkeiten sucht und die
bisherigen überwacht und verbessert.
3. Der bau- und betriebsleitende Ingenieur, der die Ausführung und den Ablauf der tech
nischen Arbeit leitet.
Daneben ist die große Masse der Einzelkonstrukteure, der Zeichner und Kalkulatoren im
technischen Büro, der Terminüberwacher, der Arbeitsverteiler, der Maschineneinrichter, der
Zeitnehmer, der Kontrolleure im Betriebsbüro, der Vorzeichner und Anzeichner, Werkzeug
macher, Dreher, Schlosser, Schmiede, Schweißer u. a., der Transport- und Hilfsarbeiter,
Kran- und Aufzugführer, Boten, Maschinen- und Kesselwärter in der Werkstatt selbst tätig.
Jedes Gebiet erfordert Sondererfahrung, nur der „Dorfsohmied“, der selbst schmiedet,
schlossert, dreht und schweißt, der selbst zeichnet, rechnet und einkauft, vereint noch alle
Einzelgebiete; jede mittlere und größere Werkstatt hat sogar innerhalb der einzelnen Gebiete
weitere Spezialisierungen vorgenommen. Es gibt Bolzen-, Eagon- und Gewindedreher, Auto
maten- und Revolverdreher, Achsen-, Kunst- und Messerschmiede, Maschinen- und Bausohlos-
ser, kurz, jedes Gebiet hat wieder seine Könner hervorgebracht, die besonders leistungsfähig
sind. Aber es sind auch viele Teilgebiete entstanden, die schnell erlernbar sind (Bohren,
Stanzen, Hobeln) oder die nur die Kenntnis einiger Griffe erfordern, entweder zur Bedienung
einer bestimmten Maschine (Scheren, Sägen, Pressen) oder für eine fest umrissene Tätigkeit