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Die Menschen im Betrieb.
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werden kann. Dazu ist ferner notwendig, daß der Arbeitsgang selbst oder die
einzelnen zu verrichtenden Arbeiten nicht nur genau bekannt, sondern auch für
eine gewisse, längere Zeit, unverändert bestehen bleiben.
Daher muß der Stücklohn überall da versagen, wo die Arbeiten häufig wechseln
oder die Art der Ausführung mehr oder minder dem Ausführenden selbst
überlassen bleibt, weil dann entweder die Geldsätze je Stück fortdauernd verändert
werden müßten oder aber die Neben- und Einrichtungszeiten — die der
festen Bemessung sehr viel schwerer zugänglich sind — zu groß würden. Ebenso
muß der Stücklohn dort scheitern, wo die Arbeitszeit je Stück sehr unterschiedlich
ist durch Umstände, die nicht in dem Arbeitenden begründet liegen. Das hat
zu einem genauen Studium der Arbeitsvorgänge geführt, das heute fast zu einer
eigenen Wissenschaft entwickelt worden und in Deutschland im „Reichsausschuß
für Arbeitszeitermittlung“ (Refa) zusammengefaßt ist. Erst mit einer eingehenden
Festlegung der Arbeitsvorgänge, die bis zur Beobachtung einzelner Handgriffe
ging, wurde es möglich, den für diese Arbeit notwendigen Aufwand an Zeit
festzustellen. Der Zeitnehmer wurde zu einer der wichtigsten Personen in der
Werkstatt.
Wesentlich erleichtert wird die Feststellung der Zeit natürlich dann, wenn die
Bearbeitung der einzelnen Stücke mittels Maschinen erfolgen kann, da diese Maschinen
mit je nach dem Werkstoff bestimmten Umdrehungszahlen und Vorschubgeschwindigkeiten
der Werkzeuge arbeiten. Die einfachen mechanischen
Vorgänge, wie Bohren, Stanzen, Sägen, Walzen, sind dabei am leichtesten feststellbar,
während bei Dreh- und Fräsmaschinen infolge der vielfachen, oft verwickelten
Möglichkeiten verschiedener Geschwindigkeiten je nach der Beschaffenheit
der Werkstücke und Werkzeuge nach Form und Werkstoff die Berechnung
(ein Teilgebiet der sog. technischen Vorkalkulation) wesentlich schwieriger ist.
Bei Arbeiten mit nur teilweiser Maschinenverwendung ist eine Rechnung vielfach
nicht mehr möglich, sondern es muß nach Schätzungen auf Grund von Erfahrungswerten
die Zeit festgestellt werden (Schneiderei, Tischlerei, Schlosserei).
Doch ist dabei zu beachten, daß die reine Zeit der Maschinenarbeit oft nur
gering ist gegenüber den erforderlichen Nebenzeiten, z. B. der Einrichtung von
Werkzeug und Maschine, der etwa noch erforderlichen Handarbeitszeit, den Griffzeiten
und sonstigen Verlustzeiten (etwa zum Schärfen der Werkzeuge usw.).
Auch muß das Verhältnis zwischen den Vorarbeiten für die Festlegung des Arbeitsgangs
sowie der Zeitnahme und den zu fertigenden Stückzahlen lohnend sein;
für einzelne oder wenige Stücke sind diese teuren Vorarbeiten niemals wirtschaftlich,
da es dann oft billiger ist, diese Vorarbeiten zu sparen, selbst wenn die Herstellung
an sich dadurch kostspieliger bleiben würde. Daher behilft man sich in
solchen Fällen meist mit rohen Schätzungen, die auf der Sammlung von Erfahrungswerten
oder dem Vergleich mit früheren, ähnlichen Arbeiten beruhen. Selbst
bei der Reihen- und Massenfertigung wird die Zeit durchaus nicht immer für alle
Teilarbeiten genau festgestellt; auch hier werden nur die wichtigsten oder häufig
vorkommenden Arbeiten herausgegriffen und der Rest geschätzt. Erst bei der
Fließfertigung — für die allerdings die Bedeutung des Stücklohns abnimmt —
ist eine bis ins einzelne gehende Untersuchung sämtlicher Arbeitsvorgänge und
ihre Festlegung notwendig, für die wiederum der gesamte Fertigungsplan vorliegen
muß. Oft müssen sogar Bewegungsstudien hinzukommen, da die einzelnen
Arbeitstakte, auf welchen die fließende Fertigung beruht, nur schwer aufeinander
abzustimmen sind.
Obwohl der Stücklohn an sich als die gerechteste Art der Entlohnung anzusehen
ist, da er eine unmittelbare Verkoppelung der Leistung mit dem gezahlten
Entgelt darstellt, zeigt sich also, daß seine Durchführung in der Praxis