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in dem Kurszettel von Maitland & Fearon angegebene Satz
für Native Interest {Eingeborenenzins) ist ein Jahresprozent
satz, während Native Interest gewöhnlich in mace und can-
dareen für 1000 Tael und für den Tag festgesetzt werden,
Mittels der angegebenen Fixzahlen wurden die Londo
ner Silberpreise der Jahre 1907 bis 1910 für Hongkong und
Schanghai reduziert, in den Diagrammen Nr, 13 bis 16 und
17 bis 20 als Münzpari eingetragen und die entsprechenden
t, t .Notizen dazu gesetzt. Dabei war zu beachten, daß wegen
des Zeitunterschiedes zur t, t, Notiz jedesmal der reduzierte
Silberpreis des vorhergehenden Tages gehörte. (Näheres
über die Diagramme siehe Kapitel I, 3.)
Die Diagramme zeigen, wie die beiden chinesischen
Wechselkurse mit dem Silberpreis verlaufen, wie also die
wichtigste Bewegung dieser Wechselkurse durch den Silber
preis verursacht wird. Ein steigender Silberpreis bedeutet
eine Steigerung des Wechselkursbetrages, d, h. für China
einen fallenden Wechselkurs, für Europa auf China einen
steigenden, während ein Fallen des Silberpreises die Wech
selkurse Chinas „ungünstig“ gestaltet. Als zweite Bewegung
treten hierzu die Abweichungen der t. t. Kurse von dem
Silberpreis, die Abweichungen also von der Parität, die
durch die selbst schwankende Linie des Silberpreises gebil
det wird. In der Literatur hat man bisher diesen Abweichun
gen der chinesischen Wechselkurse von dem Silberpari keine
größere Beachtung geschenkt und, bewogen durch die ab
solute Kleinheit der Differenzen — Bruchteile eines Penny —
die Schwankungen um das Münzpari als bedeutungslos, von
gelegentlicher starker Nachfrage oder dringendem Angebot
verursacht angesehen. Aus den früheren Angaben der
Größenverhältnisse der Diagramme und aus Diagramm Nr.
21—24 geht hervor, daß es sich bei den Abweichungen von
der Parität jedoch um Schwankungen handelt, die ein Viel
faches der im europäischen Verkehr zwi
schen oberen und unteren Goldpunkten möglichen
Schwankungen ausmachen.