Full text : Über asiatische Wechselkurse

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entziehen  kann,  wenigstens  nur  zögernd  folgt  (die  Bewegung
also  bremst).  Die  Erscheinung  läßt  sich  gewissermaßen  als
natürliche  Reaktion  des  Wechselkurses  gegenüber  den
Schwankungen  des  Silberpreises  ansprechen.  Vergegenwärtigt ­
  man  sich,  was  diese  Neigung  des  Wechselkurses  für
die  am  chinesischen  Fremdhandel  Beteiligten  bedeutet,  so
ergibt  sich,  daß  deren  Interesse  an  möglichster  Stetigkeit
des  Wechselkurses  durch  die  tatsächliche  Gestaltung  gewahrt ­
  wird.  Sucht  man  nach  Erklärungen  für  die  Erscheinung, ­
  so  wird  man  sie  nur  in  wirtschaftlichen  Vorgängen
suchen  dürfen,  die  sich  auf  ganz  breiter  Basis  vollziehen,
während  denkbare  Einzelmaßnahmen  einer  oder  auch  aller
Banken,  etwa  zu  dem  Zwecke,  dem  Warenhandel  einen  stetigen ­
  Kurs  zu  verschaffen,  nicht  jahrelang  eine  solch
weitgehende  Wirkung  auszuüben  vermögen.
Die  Erklärung  ist  in  den  Kursspekulationen  zu  sehen,
die  in  der  Umwandlung  von  Silberguthaben  in  Goldguthaben
und  umgekehrt  zum  Tageswechselkurs  bestehen  und  die
entsprechend  der  Meinung  über  den  künftigen  Verlauf  des
Silberpreises  vorgenommen  werden.  Solche  Geschäfte  finden ­
  in  großem  Umfange  und  regelmäßig  statt.  „Stillhalter"
sind  die  Fremdbanken,  die  sich  ihrerseits  durch  entsprechende ­
  Silbertermingeschäfte  in  London  glattstellen  und
grundsätzlich  keine  ungedeckten  Silberpositionen  unterhalten. ­
  Die  Wirkung  der  Spekulation  ist  bei  diesen  Geschäften
stets  dem  Verlauf  des  Silberpreises  entgegengesetzt,  sodaß
sich  so  der  spiegelbildartige  Charakter  der  Erscheinung  erklärt. ­
  Ein  Hinweis  auf  die  Kurswirkung  dieser  Geschäfte
findet  sich  auch  bei  D  u  b  o  i  s  *),  der  für  Silberwechselkurse

1)  Joseph  Dubois,  L'Empire  de  l'Argent.  Etüde  sur  la  Chine
financiere,  Paris  (Guilmoto)  1906,  Seite  5;  „Un  autre  element  de  determination
  du  change,  en  dehors  du  cours  marchand  du  metal  et  de
la  cote  du  papier,  est  fourni  par  ce  qu'on  peut  appeller  la  ,tendance‘.
Les  banquiers  europeens  se  montrent,  en  effet,  plus  ou  moins  empresses
  ou  plus  ou  moins  reserves  ä  l'egard  des  especes  chinoises
selon  qu'ils  croient  prevoir  une  hausse  ou  une  baisse  prochaine  du
metal  argent.  Cet  element  pour  ainsi  dire  ,psychologique’  n'influe,
en  fait,  que  sur  la  cote  change  proprement  dite  ä  laquelle  il  s'incorpore,
  le  tael  brut  restant  immuable  fixe  ä  la  valeur  commerciale  du
            
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