Full text: Über asiatische Wechselkurse

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Silber stürz sich ausgebildet hat, theoretisch als normal an 
zusehen ist, während sie vorher als ungewöhnlich gelten 
muß. Von 1908 ab schwankt der Schanghai-Tael-Kurs in 
mäßigen, noch näher zu untersuchenden Grenzen um seine 
Parität, während der ein Agio bedingende Dollar-Kurs 
Hongkongs um dieses Agio über dem Silberpari, im übrigen 
aber wie der Tael -Kurs schwankt. Bis Herbst 1907 standen 
beide Kurse dagegen weit unter Parität, auch der im Dia 
gramm sich um die Silberlinie windende Dollarkurs wegen 
seines Agios. Zur Untersuchung der Paritätsstellung der 
chinesischen Wechselkurse während eines längeren Zeit 
raumes stehen nur die höchsten und niedrigsten Silberpreise 
und die dazu gehörigen t, t. Kurse Schanghais zur Verfü 
gung. Durch Reduzierung der Silberpreise wurde die Diffe 
renz zwischen Parität und t. t. Kurs am Tage des höchsten 
und des niedrigsten Silberpreises in lOOstel pence ermittelt 
und als Plus oder Minus in der vorstehenden Tabelle (For 
mular 8) eingetragen. 
Wenn es sich auch bei diesen Ziffern jedesmal um die 
Silberpreisextreme der einzelnen Jahre handelt und hier 
bei, wie ausgeführt wurde, durch das Beharrungsvermögen 
des 1.1. Kurses leicht und häufig eine Verdunklung der Pari- 
täfsstellung eintritt, so ist dennoch aus der Tabelle zu ent 
nehmen, daß eine so große Verschiebung in der Paritäts 
stellung, wie sie 1907 stattfand, nichts Ungewöhnliches ist. 
Um genau das Vorsichgehen solcher Verschiebungen unter 
suchen zu können, müßte man für längere Jahre die ge 
nauen Jahresdurchschnitte der t, t, Kurse haben und mit 
den Durchschnittssilberpreisen vergleichen 1 ), 
Das aus den Diagrammen sich ergebende Streben des 
Wechselkurses, sich den Schwankungen des Silberpreises 
zu entziehen, bringt auch Licht in die nationalökonomische 
Frage des Einflusses von Valuta-Schwankungen auf den 
Außenhandel, Während nach Helfferich langsam sich 
vollziehende Schwankungen, selbst sehr großen Umfanges, 
keine Beeinflussung des Außenhandels herbeizuführen ver- 
1) Die Durchschnittskurse des Haikuan-Taels sind für eine der 
artige Untersuchung nicht brauchbar; siehe auch von Kries a. a, 0. 
S. 111.
	        
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