Full text: Über asiatische Wechselkurse

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das Agio erhöhten Parität, dem an früherer Stelle als VI be 
zeichnten Werte ausgeht. Von ihm sind die Spesen abzu 
setzen und das Ergebnis mit dem t. t. Kurs zu vergleichen. 
Erhöhte Hongkong-Parität 1910 21,78 d 
Minus 1% Spesen 0,22 d 
ergibt 21,56 d 
t. t. im Durchschnitt 1910 21,56 d 
Unter Annahme dieses Spesensatzes stand demnach der 
Hongkong t, t. Kurs im Jahre 1910 durchschnittlich auf dem 
Silberexportpunkt. Das Mehr von 4 Cent auf 100 Dollars 
der ersten Berechnung kommt hier, wo es sich nur um 1 Dol 
lar handelt, nicht zum Ausdruck. 
Für die untersuchten Jahre stellen sich diese Ziffern auf: 
1907 1908 1909 1910 
erhöhte Hongkong-Parität 26,25 21,64 21,06 21,78 d 
./. 1% Spesen 0,26 0,22 0,21 0,22„ 
„Silberexportpunkt“ 25,99 21,42 20,85 21,56,-, 
t. t, Durchschnittskurs 25,75 21,63 21,— 21,56,, 
Münzpari des $ 25,45 20,55 20,03 20,92,, 
Nach Angaben von drüben betragen die Spesen auf Sil 
bergeschäfte 3 / 4 -—1 %■ 
Äußerlich betrachtet scheint der t. t. Kurs von Hong 
kong den Silber-Importpunkt um ein Mehrfaches zu über 
schreiten, während er sich tatsächlich in der Nähe des Ex 
portpunktes bewegt. Im Diagramm Nr, 21—24 wird das 
deutlich, wenn man sich die Paritätslinie Hongkongs für 
jedes Jahr um das entsprechende Maß in die Höhe gehoben 
denkt, in dem man etwa einen Faden darüber legt. 
Im übrigen ergibt sich aus den obigen Ziffern, daß die 
Stellung des Hongkonger t. t, Kurses zum Silberexportpunkt 
die gleiche war, wie in Schanghai, Vielleicht werden die 
Silberpunkte allgemein dadurch verschoben, daß das nach 
London gesandte Silber per Lieferung und nicht per Cassa 
in London verkauft wird. Der dauernd bestehende Mehr 
wert des Terminsilbers von 1 / 16 — 1 / 4 d würde die Spesen ent 
sprechend ermäßigen. 
Außerdem läßt sich der Zweck der chinesischen Silber 
transaktionen auch durch die Versendung von Gold er 
reichen; tatsächlich finden dauernd Goldverschiffungen
	        
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