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Dabei ist zu bemerken, daß 1908 zu hoch erscheint, weil
das meistens billige Sätze aufweisende erste Quartal in der
Durchschnittsberechnung fehlt; die Differenz von 2,44% ist
demnach in Wirklichkeit vermutlich kleiner. 1907 dürfte
die Differenz Schanghai über London nur klein gewesen sein,
denn im Gegensatz zu dem hohen Londoner Durchschnittszins
von 4,53% ist in keinem vorliegenden Bericht von besonders
teurem Gelde in China die Rede, 1906 war sogar
das Gegenteil der Fall. Schließt man sich dem an, so erscheint
eine geringe Übereinstimmung zwischen Paristellung
des Wechselkurses und Zinsdifferenz gegeben. Auch im
einzelnen kann man aus dem Diagramm einen gleichmäßigen
Verlauf von Wechselkurs und Zinsdifferenz herauslesen,
aber nur für so kurze Strecken, daß man nicht sagen darf,
die beiden Linien seien grundsätzlich von einander abhängig.
Periodisch auftretende Wechselkursschwankungen sind
in China nicht bekannt; auch aus den Diagrammen läßt sich
nichts derartiges herauslesen. Als regelmäßig wiederkehrende
Operation kennt man nur die Finanzierung der Seidenund
Tee-Ernte, ohne daß dies in den Wechselkursen auf
Europa seinen Ausdruck fände.
6, Der Unterschied zwischen Mark- und pence-Notiz
in Asien.
Wie früher ausgeführt, sind die in den Diagrammen gezeichneten
t, t. Kurse der verschiedenen asiatischen Plätze
auf Deutschland keine Originale, sondern Umrechnungen,
die durch Behandlung der pence-t. t. Notizen mit einer
Croßrate in Berlin entstanden sind. Dabei ist anscheinend
ein Kurs benutzt worden, der sich etwas höher als der Berliner
Scheckkurs auf London stellt. In der Regel sind die
pence-t. t,-Kurse aller fünf asiatischen Plätze zum gleichen
Satze umgerechnet worden, nur ganz vereinzelt zeigen die
Diagramme, daß ein Platz anders behandelt worden ist. Da
nun an keinem Platze Asiens eine auf Angebot und Nachfrage
gestellte Preisbildung für Markwechsel vor sich geht,
vielmehr überall deren Wert durch Umrechnung der pence-Notiz
zum deutsch-englischen Wechselkurs festgestellt wird,