Full text : Über asiatische Wechselkurse

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sind  diese  Schwankungen  dauernd  groß  und  das  Silber  ist
als  Handelsobjekt  so  geartet,  daß  ungefähr  alles,  was  sich
irgendwo  in  der  Welt  auf  wirtschaftlichem  oder  auch  politischem ­
  Gebiete  ereignet,  als  Grund  für  eine  zu  erwartende
Preisveränderung  sich  ausschlachten  läßt.  Hierzu  kommt,
um  das  Silber  zum  Spekulationsobjekt  par  excellence  zu
machen,  die  bekannte  starke  Hinneigung  aller  Asiaten,  namentlich ­
  aber  der  Chinesen,  zum  Börsenspiel.
Weiter  ist  zu  bedenken,  daß  in  China  Silbertermindeckungen ­
  in  großem  Umfange  für  den  Warenhandel  zur
wirtschaftlichen  Notwendigkeit  werden,  um  das  Wechselkursrisiko ­
  auszuschalten.  Wenn  beispielsweise  ein  Importeur ­
  in  China  auf  heutiger  Preisbasis  Waren  in  Europa  bestellt, ­
  so  kann  er  sich  bis  zur  Fälligkeit  des  Betrages  leicht
einer  Kursveränderung  von  10°/ o  gegenüber  sehen,  die  er  als
vorsichtiger  Kaufmann  durch  ein  Gegengeschäft  in  Silber
für  sich  wirkungslos  machen  muß,  Auch  hier  verursacht
eine  persönliche  Eigenschaft  der  Chinesen  eine  größere  Ausdehnung ­
  des  Silberterminhandels,  wie  sich  aus  folgenden
typischen  Ausführungen  im  Geschäftsbericht  der  Hongkong
&  Shanghai  Banking  Co,  ergibt:  „  .  .  .  Die  Chinesen  haben
wiederum  ihre  kaufmännische  Tüchtigkeit  bewährt,  indem
sie  zum  größten  Teil  bei  Bestellung  ihrer  Waren  zugleich
den  Wechselkurs  kontrahierten  und  sich  hierdurch  gegen
Verluste  aus  dem  Rückgang  des  Silberpreises  gesichert
haben.“  Für  China  steht  somit  das  Termingeschäft  im
Vordergründe,  während  für  Indien  seit  seiner  Währungsreform ­
  die  effektive  Lieferung  das  Wichtigere  ist.
In  der  deutschen  Handelspresse  findet  der  Silberhandel
nur  geringe  Berücksichtigung;  man  beschränkt  sich  in  der
Regel  auf  die  tägliche  Mitteilung  des  Silberpreises  von  London, ­
  New-York  und  Hamburg,  während  von  andern  Plätzen
nichts  berichtet  wird.  Hierzu  kommen,  so  z.  B.  in  der  Kölnischen ­
  Zeitung,  in  den  Berichten  vom  Londoner  Geldmarkt
gelegentlich  Mitteilungen  über  die  Gestaltung  des  Silbermarktes
  in  London,  Die  Preisnotizen  verstehen  sich  für
London  in  d  per  Standard  Unze,  für  New-York  in  Cents  für
1  Unze  fein  und  für  Hamburg  in  Mark  per  kg  fein  Silber.
Zur  Darstellung  der  Technik'des  Silberhandels  in  Lon ­
            
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