vorhanden, konnte ich bei dem Mangel an Zeit nicht
konstatieren. Auch über die Lager von Roteisenstein,
die im Misiones-Territorium in jüngster Zeit aufgefunden
sein sollen, ist mir weder in Bezug auf Qualität,
noch Abbauwürdigkeit Näheres bekannt geworden.
Aber nach allem, was ich selber gesehen und von anderen
Personen gehört, bin ich der Ansicht, daß sowohl im
Norden als wie im mittleren Argentinien abbauwürdige
Eisenerzlager vorhanden sind.
Von anderen Metallen möchte ich nur noch die folgenden
erwähnen, von denen Erzgänge nicht nur angemeldet,
sondern auch in Abbau genommen sind, wenn auch der
letztere zum Teil wieder zum Erliegen gekommen ist.
Antimon. Von diesem Metall sind Erzgänge bekannt
von San Antonio de los Cobres, von Higuera (Cordoba),
sowie namentlich von Chumbicha (Catamarca).
Zinn. Von diesem Metall, das in Bolivien so außerordentlich
häufig ist, und dessen Seifen und Erzgänge dort
zu einem großartigen Bergbau Veranlassung gegeben
haben, ist eigentümlicherweise bisher in Argentinien meines
Wissens nur ein Vorkommen, das von Massan in der Provinz
La Rioja bekannt geworden, hier treten Quarzgänge
mit Zinnstein in Granit auf. Der Abbau scheint sich
aber nicht zu lohnen, da er vor einigen Jahren wohl begonnen,
aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurde.
Andere Zinnerzvorkommen sind mir nicht bekannt, doch
ist es mir sehr wahrscheinlich, daß in denjenigen Gebieten
Argentiniens, die an Bolivien angrenzen, Zinnlagerstätten
noch gefunden werden.
Wolfram. Von diesem, für die Stahlfabrikation
so wichtigen Erz sind ja schon seit längerer Zeit Vorkommen
in den Provinzen Cordoba und San Luis bekannt.
Der Wolframit tritt dort in Quarzgängen mit hellem
Glimmer nesterweise auf, so daß wohl der Abbau etwas
kostspielig wird, aber doch lohnend bleibt. Die Deutsche
Gesellschaft Hansa betreibt eine Wolframmine „Los Condores“
in San Luis schon seit längerer Zeit.
Selen. Von diesem seltenen Metall ist vor allen Dingen
das Vorkommen am Berge Umango in der Provinz La Rioja