Object : Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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Preußen.  Im  Lichte  der  kommenden  Ereignisse  erscheint  die  Auffassung ­
  Smidts  seltsam  genug.  Mit  einem  geradezu  erstaunlichen
Optimismus  träumte  er  von  einer  unabhängigen  Zukunft  der
Hansestädte,  die,  in  voller  Selbständigkeit  und  unbedingter  Neutralität ­
  eine  wirtschaftliche  Notwendigkeit  für  das  Handelsleben
Europas,  gleichsam  wie  glückselige  Inseln  inmitten  des  allgemeinen
Kriegstumults,  eine  Zufluchtsstätte  für  alle  friedliebenden,  der
Kunst  und  der  Wissenschaft  sich  weihenden  Menschen  sein  sollten.
Die  Städte  waren  jetzt,  nach  Smidt,  „im  Begriff,  den  Gipfel  der
Freiheit  und  Unabhängkeit  zu  erklimmen".  Wie  demoralisierend
muß  die  jahrhundertelange  Neutralitätspolitik  der  Hansestädte,
dieses  ohnmächtig-schlaue  Sichdurchwinden  zwischen  den  Machtansprüchen ­
  der  seegewaltigen  Großen,  gewirkt  haben,  um  selbst
bei  einem  so  klarblickenden  Geiste  derartige  Täuschungen  hervorzurufen! ­
  —  Das  Gutachten  der  Konferenz  empfahl  in  der  Tat
Wahrung  der  augenblicklichen  Unabhängigkeit,  der  vollen  Souveränität ­
  der  neutralen  Hansestädte,  sowie  eine  engere  Verbindung,
besonders  durch  Begründung  einer  gemeinsamen  gerichtlichen  Höchstinstanz. ­
  Am  15.  Oktober  1806  wurde  das  Gutachten  von  den
Deputierten  unterzeichnet.
Sie  ahnten  nicht,  daß  sich  ihr  Schicksal  schon  entschieden
hatte.  Denn  tags  zuvor  waren  bei  Jena  und  Auerstädt  die
eisernen  Würfel  gefallen.
            
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