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Die Bodenreform im Lichte des Freihandels.
Es gilt nur, die Aufmerksamkeit der Yolksfreunde, der
Idealisten und Optimisten auf den Kern der sozialen Frage
zu lenken und ihr Interesse für die friedliche Lösung der
selben im Sinne des humanistischen Sozialismus zu wecken.
Dessen aber sind wir gewiß, daß sich aus dem gebildeten
Bürgertum in Zukunft große. Kreise für diese Ideen er
wärmen werden, denn nichts bleibt zur Kettung aus der
Not übrig, als dieser Anker, sollen sie anders nicht in den
ödesten Pessimismus verfallen. Liegt doch auch zum Teil
in einer Richtung mit uns die Reform, welcher unser treff
licher und ideal gesinnter Kaiser zurzeit in Königsberg
als grandlegend für eine Lösung der sozialen Wirren be
zeichnet hat, da er sagte: die Lösung der sozialen Frage
habe zum Ausgange eine Reform der bäuerlichen und grund-
besitzlichen Verhältnisse. Wie lange freilich es dauern
mag, ehe in das leider ziemlich erschlaffte Bürgertum neues
Leben, neuer Mut und neue Erkenntnis kommt, ehe es sich
aufrafft, neuen Standarten zu folgen, weiß niemand zu
sagen. Den demokratischen Sozialismus kann man nur
vernichten, indem man der Fahne der Bodenreform folgt
und die bisher vernachlässigten Gebote der Gerechtigkeit
wieder in ihre Rechte einsetzt.
Gerechtigkeit aber ist es nicht, wenn einzelne Boden
reformer die Reform an krankhafte Auswüchse der kapita
listischen Ordnung anknüpfen wollen, wenn sie die durch
falsche Grundeigentumsgesetzgebung und Zölle in die Höhe
getriebene „Monopolgrundrente“ nicht allein konservieren,,
sondern noch weiter in die Höhe treiben lassen wollen.
Sie sind in dem Irrtume befangen, der sich durch die Aus
führungen der ganzen klassischen Nationalökonomie, die
auf der Voraussetzung des privaten Grundeigentums in
seiner absoluten Gestalt basieren, zieht, daß die fortdauernde
Steigerung der Grundrente etwas der Grundrente Immanentes
sei. So stehen die Lehrsätze Ricardos zum Teil auf solcher