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sammeiihängende GeschinackSrichtung des Publikums, die manchmal
i» nahe beieinander liegenden Gemeinden recht verschieden sein kann.
In der einen Stadt wird z. B. Ochsen-, in der anderen junges Nind-
fleisch bevorzugt. In einer Gegend ist sehr fettes, in der anderen
mehr mageres Fleisch gesucht; hier wird das Fleisch vor dem Verkauf
von Fett, Schwarten, Sehnen, Knochen usw. vollständig befreit, dort
ohne solche Vorbereitungen so ausgepfundet, wie eL sich bei der Zer
legung des TierkörperS ergibt. An manchen Orten sind größere Zu
lagen von Abschnittfett oder -fleisch und von Knochen üblich, die an
anderen Orten zurückgewiesen werden.
Alle diese Umstände haben auf die örtliche Fleischpreisgestaltung
Einfluß. Sie kommen aber in der Notierung der Kleinhandels-
Fleischpreise nicht zum Ausdruck und hindern die allgemeine Ver
gleichbarkeit der Kleinhandelspreise auch bei sonst einheitlichem
Noticrungsverfahren solange, wie ihre Verschiedenheit nicht abgestellt
ist oder die durch ihre Wirkung verursachte Abweichung des Preises
nicht ziffernmäßig angegeben wird, indem die entsprechenden Kor
rekturzahlen den Preisberichten in irgend einer Form, etwa in einer
Fußnote, beigefügt werden.
Die Mangelhaftigkeit der Vieh- und Fleischpreisstatistik nahm
der von der Reichsregierung eingesetzten Kommission zur Unter-
suchnng der Vieh- und Fleischpreisverhältnisse die wichtigsten Stützen
lür die Spannungsberechnung. Das Ergebnis der Verhandlungen
brütete daher dahin, daß aus dem Unterschiede zwischen Vieh- und
Fleischpreis ein Rückschluß aus die Angemessenheit der Fleischpreise
und des Fleischerverdicnstes nicht möglich sei. Hinsichtlich der Vieh
preise mag darauf hingewiesen werden, daß ein einfaches Preis
verzeichnis, wie es die Notierung der Viehmärkte darstellt, insofern
als die einzelnen Preisklassen als gleichwertig nebeneinander gestellt
werden, gleichgültig, wie stark der Auftrieb in den einzelnen Preis-
grnppen war, keine zuverlässige Grundlage für die Fleischprcis-
berechnung abgeben kann. Hierauf wird an anderer Stelle noch ein-
gegangen werden. Außerdem sei bezüglich der Fleischpreisstatistik fol
gendes bemerkt: Bei der Fleischpreisnotierung kommt cs darauf an,
welchem Zwecke sie dienen soll. Für den Verbraucher, der zu
weist im unklaren darüber ist, welche Sorte Fleisch er gekauft hat,
genügt es, die niedrigsten und höchsten Preise für die im Handel be-
siudlichcn Sorten zu erfahren. Der Statistiker verlangt im
allgemeinen nur die Möglichkeit eines zeitlichen Vergleiches des
Preisstandes an Hand von Ausschnitten aus der Fülle der Preise.
Er will feststellen können, welche Preisbewegung in einem Berichtsorte