Full text : Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

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innerhalb  einer  bestimmten  Zeit  die  dort  hauptsächlich  gesuchte
Fleischsorte  aufzuweisen  hatte.  Dazu  genügen  häufig  Indexziffern. ­
  Der  Preisprüfer  und  jeder,  der  eine  zutreffende
Spannungsberechnung  zwischen  Vieh-  und  Fleischpreis  vorzunehmen
hat,  muß  aus  dem  Preisbericht  den  wirklichen  Durchschnittspreis
der  Gewichtseinheit  Fleisch  entnehmen  können.  Sofern  kein  Einheitspreis ­
  für  alle  Flcischsorten  vorliegt,  wie  dies  auf  dem  Lande,
besonders  in  Süddeutschland,  noch  vielfach  der  Fall  ist,  muß  die
Notierung  entweder  auf  sämtliche  Sorten  sich  erstrecken  oder  wie  die
vom  Schlachthofdirektor  Opel  in  München  eingeführte  Notierung  so
durchsichtig  aufgebaut  sein,  daß  sich  der  wirkliche  Durchschnittspreis
ohne  weiteres  mit  genügender  Sicherheit  ermitteln  läßt.  Es  ist  hier
nicht  der  Ort,  darauf  näher  einzugehen.  Es  mag  die  Bemerkung
genügen,  daß  die  früheren  Fleischpreisnotierungen  dem  Verlangen
des  Statistikers  und  Preisprüfers  nicht  entsprachen,  und  daß  eine
allgemeine  Vergleichung  zwischen  Lebendgewichts-  und  Kleinhandelspreisen ­
  auf  Grund  der  vorliegenden  Statistik  bedenklich  gewesen  wäre.
c)  Viehpreise  während  des  Krieges.
Die  vor  bcm  Kriege  teilweise  überfüllten  Viehställc  hatten  den
gesteigerten  Anforderungen  des  Feldheeres  zunächst  noch  leicht  genügt.
Zm  Jahre  1915  trat  einerseits  infolge  des  durch  den  Wegfall  ausländischer ­
  Krastfuttermittel  bedingten  geringeren  Gewichts  der
Schlachttiere,  andererseits  wegen  des  wachsenden  Bedarfs  des  Feldheeres, ­
  des  Massenaufkaufs  privater  Konservenfabriken  und  des  sinnlosen, ­
  zum  Teil  auch  gewinnsüchtigen  Aufstapelns  von  Fleischwaren
durch  Private  und  Geschäftsleute  eine  Verschiebung  zwischen  Nachfrage ­
  und  Angebot  bei  Vieh  und  Fleisch  ein.  Dies  führte  dazu,  daß
>  die  Rinder-  und  Schafpreise  im  Jahre  1915  annähernd  um  die
Hälfte,  die  Kälberpreise  nahezu  auf  das  Doppelte  zunahmen.  Die
Schweinepreise  halten  sich  vor  der  durch  die  Bekanntmachung  vom
4.  November  1915  vollzogenen  Festsetzung  von  Höchstpreisen  für
Schlachtschweine  auf  Vichmärktcn  gegen  den  höchsten  Preis  des  Vor,-jahres
  verdoppelt.  Im  Jahre  1916  erhöhten  sich  die  Rinder-,  Kälberund
  Schafpreise  weiterhin  um  ein  Viertel  über  den  höchsten  Preisstand ­
  des  Jahres  1915,  bis  die  Mitte  März  für  Rinder,  Mitte  April
für  Kälber  und  Schafe  von  den  Viehhandelsverbänden  festgesetzten
Richt-  und  Höchstpreise  der  Preistreiberei  ein  Ende  machten.
Die  P  r  e  i  s  st  e  i  g  e  r  u  n  g  erhellt  aus  folgender  Zusammenstellung ­
  der  Berliner  Preise  für  den  Doppelzentner  Schlachtgewichte
            
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