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e) Sind das allgemeine Angaben über den noch vorhandenen
Tätigkeitsbereich aller Preisstellen, so ist im besonderes auf jenen
Aufaabenkreis zu verweisen, den die oben geschilderte dritte Gruppe der
Preisstellen übernommen hat. Hier liegen Ausgaben der k o in -
muna len Lebens mitte lw i r tsch a ft, der Unterverteilung
insbesondere auf dem Gebiete, wo die Gemeinden die Verteilungs- und
Verbrauchsregelung vorzunehmen haben, der laufenden Versorgung,
der Reserve-Vorräte, der Anbau- und Lieferungsverträge, der kommunalen
Selbstwirtschaft, technische Fragen des Lebensmittelvcrkehrs,
Beschaffungsfragen für Verteilungswaren und für freie Waren ; all
das und vieles andere mehr liegt im Aufgabenkreise dieser Preisstellen
und gibt ihnen tätigen Anteil an der örtlichen Versorgung, gelegcnt
lich sogar bis zur Einrichtung eines büromäßigen Betriebes und zur
vollen Beschäftigung ständiger Kräfte.
f) Neben dem vielseitigen Bilde der ziemlich bei allen berichtenden
Stellen wiederkehrenden Arbeiten finden sich nach Ausweis der
unserer Darstellung zugrunde liegenden Unterlagen recht deutliche
Niederschläge der besonderen örtlichen Preis - und
V er sorgungsverch ä ltni sse. So vielgestaltig und aller
schematischen Erfassung unzugänglich die Wirtschaftsverhältnisse chcs
Reiches sind - - große Verbrauchszentren im Westen und in der Mitte
des Reiches, daneben gewaltige Agrargebiete im Osten und Süden,
starke Unterschiede der sozialen Gliederung, nicht minder Unterschiede
in den Verbranchsgcwohnheiten und der Nachfrage nach verschiedenen
Gütegraden, Verschiedenheit der Verkehrs- und Handclswcge und
Gewohnheiten —, so vielfach ergeben sich örtlich besondere
Fragen, die teilweise auch den Preisstellen eigentümliche Aufgaben
zuweise». Das wird am besten an Hand beispielgebender
Einzelfälle klargemacht werden können. Die Ermittlung der ans
landschaftlichen Bedürfnissen natürlich erwachsenen Tätigkeit dient
hier zugleich als Wegweiser in die Zukunft.
Wenn wir als erstes Beispiel einige Züge der Arbeitst
ü t i g k e i t der G r o ß - B e r l i n e r P r e i s st e l l e herausheben,
so geschieht das darum, weil die Reichshauptstadt mit ihren Nachbarorten
das größte zusammenhängende Verbrauchsgebiet des-Reiches ist.
Zu den Versorgungs- und Preisfragen, die schon daraus ohne weiteres
folgen, kommen Sonderfragen, die sich aus dem industriellen und
sozialen Aufbau, aus der Verbindung mit den Nachbarstädten ergeben,
sowie solche, die darauf beruhen, daß Berlin vor dem Kriege ziemlich
stark vom Auslande her versorgt war. Aus der Tätigkeit der Groß-Berliner
Preisstelle — sie ist nicht eine nur gelegentlich beratende