Full text: Kurzer Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen für Flieger-Beobachter

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W. Bmary. 
[16, 277] 
2'/imal so lang wie der einfallende Strahl. Dann kommt eine kleine 
Bauchung nach rechts. Aber im allgemeinen bleibt doch eine Linksorien 
tierung bestehen, eine Hauptrichtung bleibt vorhanden. Bis zur Haupt- 
bibgung ist eine deutliche Hauptrichtung da, die etwas nach links geht. 
Nach der Bauchung geht es wieder stark nach links. Das Simultanbild 
war das einzig mafsgebende, mit unglaublich starken kinästhetischen Vor 
stellungen. Dörfer, Wegegabeln wurden überhaupt nicht beachtet, als wenn 
sie überhaupt nicht da wären, sie würden mich höchstens stören. Das war 
der sichere Teil, jetzt kommt der unsichere. Und die Unsicherheit war 
durch folgende Umstände bedingt: Ich habe zwar deutlich gespürt, es ist 
eine starke Biegung nach rechts da, aber ich habe mit dem Trichter so 
lange herumgesucht, bis ich gewissermafsen den Kontakt verloren habe, 
und jetzt war die Zusammenfugung der beiden Teile ungeheuer schwer. 
Auch die zweite Darbietung fügte die beiden Teile nicht zusammen. Dazu 
Unsicherheit dadurch, dafs die Feder bei der ersten Darbietung nicht 
absolut genau über dem Wege stand, das hat sofort sehr stark gestört. 
Bei der Reproduktion waren die Hauptrichtungen absolut, sicher. Im 
ersten Bestandteile auch die Einzelheiten. Nun kam dazu, dafs ich ver 
gessen habe, dafs die Feder unbeweglich ist. Ich machte infolgedessen 
eine subjektiv richtige, aber objektiv falsche Drehung. Damit war alles 
verloren. Ich wufste, dafs der Weg viel zu lang wird, und wartete auf 
die kleine Endstation, was das einzige ist,, das ich mir als Dorfform ge 
merkt habe, und da dieses Dort nicht kam, rutschte ich immer weiter. 
Weg 2. 
Es ist etwas prinzipiell anderes, den Weg nachzuzeichnen (d. h. die 
Feder zu bewegen), oder die Unterlage zu verschieben. Ich habe den Weg 
simultan wieder gehabt, kolossal stark kinästhetisch, infolgedessen würde 
ich auf einer Tafel direkt die motorische Kurve zeichnen. Verschiebe ich 
jetzt blofs die Unterlage, so geht dieser Hauptanhaltspunkt, das Kinästhe- 
tische, verloren, d. h. die ganze Mühe war zwecklos, die ganze Aufgabe 
kommt ganz unvorbereitet. 
Was nun das Merken des Weges anbetrifft, so ist zu sagen: Zwei 
Hauptteile, getrennt durch grofse Chaussee und Bahn. Im ersten Teil bis 
zum Bahngeleise 3 Dörfer und zwar die Lage dieser 3 Dörfer schon so 
vorgestellt, wie -wenn ich zurückgehen würde. Merke also immer die 
Knickung nach rechts, nicht nach links. Der zweite Teil war bedeu 
tend schwieriger zu merken, optisch. Im ersten Teil gleich bei den beiden 
Dörfern Dreieck der Wegefigur gemerkt. Beide Hauptteile des Weges ganz 
gesondert gemerkt, sie hatten nichts miteinander zu tun. Gemerkt, dafs 
Eisenbahn und Chaussee dicht beieinander liegen, und zwar bildeten 
Strafse, Bahn, Dorf eine Dreiheit. Ich merkte mir aber nicht die Reihen 
folge des Hinweges, sondern des Rückweges. Jetzt war es schwieriger. 
Ich habe mir gedächtnismäfsig eingeprägt, dafs es hinter dem Dorf nach 
rechts geht, bis zum nächsten Dorf. Dann ein charakteristisches dichteres 
Gewirr, wo ich mitten durch mufste. Das Wesentliche ist, dafs es die 
Mitte ist. Dann ist keine Abweichung von dem Weg da, d. h. es kommt 
kein starkes Abbrechen mehr. Im ersten Teil deutliche Gesamtkurve. Im
	        
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