in unserer Weltwirtschaft und Kolonialpolitik an
überschüssiger Kraft den Weg ins Freie fand.
Krieg und Friede, Welt und Heimat, Staat
und Gesellschaft verschmelzen für diese Auffassung
der Volkswirtschaft letzthin in eins.
Hier berührt sich die deutsche Schule unmittelbar
mit unserer Gegenwart, denn auch für uns
entscheidet der Krieg über das Ganze unserer
nationalen Zukunft in Welthandel und Kolonialbesitz
sowie über die künftige Stärke unserer
heimischen Produktion und Konsumtion; auch
uns sind Staatswohl und Privatwohl nicht
einander fremd, auch uns ist Macht wertvoller
als Reichtum. Und nicht nur für die Dauer eines
Krieges. Der neuzeitliche Krieg bedeutet nicht,
wie man gelehrt hat, eine vorübergehende
Umkehrung und Aufhebung aller ökonomischen
Erwägungen der Friedenszeit, er kann so wenig
ökonomisch wie als politische Erscheinung ein
Widersinn sein. Aus allen Gebieten des nationalen
Lebens, die er sämtlich ja sich untertan
macht, ist er vielmehr ein sinnvoller Leiter und
Umformer des Friedenszustandes, ein Wecker
und Erfüller nationaler Lebenskräfte. Sämtliche
produktiven Kräfte der Nationen prüft ja
der Krieg, und politisch so gut wie ökonomisch
wird schließlich die Idee der Macht, als Ausdruck
nationaler Lebenskraft und nationalen