Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Rentabilität. 
Einnahmen- und Ausgabenrechnung. Der Erlös für Bier ist 
kein Gewinn und die Ausgaben für Materialien, Löhne usw. 
sind keine Verluste. Die Betriebsrechnung ist eine Hilfsrecbnung 
zum Gewinn- und Verlustkonto, eine Analyse des Betriebsüber 
schusses, also nur eines Teiles des Jahresgewinns. (Vgl. das 
Beispiel S. 138.) 
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält: Gewinnvortrag, 
Nettoeinnahmen und Abschreibungen, Reingewinn, etwaige 
Rückstellungen. 
1. Die Betriebsrechnung ist eine Gegenüberstellung von Ein 
nahmen und Ausgaben einer Unternehmung während eines 
Zeitraumes. 
2. Die Ertragsrechnung (Ertragsbilanz, das Gewinn- und 
Verlust-Konto) ist eine Gegenüberstellung von Gewinnen und 
Verlusten während eines Zeitraumes. 
3. Die Vermögensbilanz ist eine Gegenüberstellung von Ak 
tiva und Passiva für einen bestimmten Zeitpunkt. 
Exkurs zum 11. Abschnitt. 
Die Rentabilität. 
Als Maßstab für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit 
dient die Rentabilität, ein grundlegender Begriff auch in der 
Privatwirtschaftslehre, die im wesentlichen Rentabilitätslehre 
der Einzelwirtschaft ist. Die Erzielung größter Rentabilität 
ist das anzustrebende Ziel jeder Erwerbswirtschaft. Die Mittel, 
dieses Ziel zu erreichen, sind durchaus verschieden, aber ein 
heitlich in ihrer Tendenz: Minderung der zur Erzielung eines 
Ertrages erforderlichen Kosten. Wir verstehen unter Rentabilität 
das für einen bestimmten Zeitraum ermittelte zahlenmäßige Ver 
hältnis zwischen Reinertrag und Kapital. 
Die Rentabilität des eigenen Kapitals (Unternehmerkapital) 
ist das Verhältnis des jährlichen Reinertrages zu den eigenen 
Mitteln. Es ist bei der Einzelfirma einfach zu berechnen: 
Kapitaleinlage bei Beginn des Geschäftsjahres 100 
„ am Schluß „ „ 109 
Kapitalzuwachs 9 
-f Entnahme auf Kapitalkonto 2 
Reingewinn des Jahres ... 11
	        
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