Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Kommanditgesellschaft. 
a)Berechnung d. Jahreserfolges. 
Aktiva 
. 100 
Schulden 
60 
b) Schlußbilanz. 
Kapital am 31. Dez. 1923 . 
Kapital am 1. Jan. 1923 ... 
Kapitalverminderung 
40 
60 
20 
9 
Aktiva ... 100 
Priv.-Kto. A 10,5 
Priv.-Kto. B 9 5 
Schulden .... 60 
Kap.-Kto. A 40 
Kap.-Kto. B 20 
Reinverlust 
Ti 
120 
120 
Verlustanteil je 
Kapitalverzinsung entfällt. 
. 5500 
c) Privat-Konto A. 
Entnahmen 
5000 
31. Dez. 1923 
Verlustanteil ... 
5500 
Bilanz 
. . , 10500 
10500 
NB.: Die Passivsaldi der Gesellschafter werden in einem folgenden 
Gewinnjahre zunächst aufgerechnet gegen die Gewinnanteile 1 ). Wäre ein 
Gewinn und damit eine Kapitalvermehrung über die ursprüngliche Einlage 
hinaus vorhanden, so würde der Kapitalzuwachs der Einzelgesellschafter 
auf der Passivseite der B. (Privat-, Konto-Korrent-Konto) erscheinen 
müssen. Der Passivsaldo der Gesellschafter ist eine Rechnungsgröße, ver 
hindert bis zu seiner Tilgung die Auszahlung der Anteile am Gewinn; er 
ist keine Schuld des Gesellschafters an das Geschäft; eine Einzahlungs 
pflicht besteht für die Gesellschafter nicht, abgesehen von der Auseinander 
setzung (§ 735 BGB.). 
3. Beispiel vgl. Bd. I, 8. 120 11. 
III. Kommanditgesellschaft {§§ 167 — 169 HGB.). Die Vor 
schriften des § 120 über die Berechnung des Erfolges gelten auch 
für den persönlich haftenden Gesellschafter (Komplementär) 
einer Kommanditgesellschaft. 
a) Der Gewinnanteil wird dem Kapitalanteil des Komman 
ditisten nur so lange zugeschrieben, als dieser den Betrag der 
bedungenen Einlage nicht erreicht. Die Zuschreibung des Ge 
winnes zum Kapital hört in diesem Falle auf, die Einlage bleibt 
durch Gewinn unverändert. Ist der Betrag der vereinbarten 
Einlage erreicht, wird der Gewinnanteil dem Kommanditisten 
auf einem Sonderkonto gutgeschrieben, bildet auch im Konkurs 
*) Anderer Meinung Flechtheim in Düringer-Hachenburg, Handels 
gesetzbuch IV (§§ 120 ff.)
	        
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