Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Inhalt und Form der B. 
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Passi 
ihren Erwerber Anlagevermögen sind. Aktive Kautionseffekten 
sind dauernd oder vorübergehend Anlagevermögen usw. 
Teilweise findet man in der Bilanzpraxis eine dieser the 
oretischen Gruppierung ähnliche Gliederung; z. B. Deutsche 
Verlagsanstalt, Stuttgart (1911); 
A. Aktiva. 1. Ständige Fonds 1 ): Verschiedene Betriebs 
anlagen, Maschinen, Wasserkraft, Wasserleitung, Beleuchtungs 
anlagen, Verlagsrechte, Effekten der Reserven und des Geschäfts. 
2. Betriebsfonds: Bargeld, Wechsel, Bankguthaben, Debi 
toren, Warenbestände, Papier, Drucksachen, Holzstoffe usw. 
B. Passiva. 1. Fremde Fonds: Aktienkapital (!), Obligatio 
nen, Hypotheken, Kreditoren, ünterstützungskasse, Kautions 
kasse. 
2. Eigene Fonds: Reserven, Unterstützungs- und Pensions 
fonds. 
Die Deutsch-Luxemburger Bergwerks- und Hütten-Aktien- 
gesellschaft, Bochum, gliederte (1912) die Schulden wie folgt; 
A. Aktienkapital (Stamm-, Vorzugsaktien). 
B. Fundierte Schulden: Grundschuldbriefe, hypo 
thekarisch gesicherte Obligationen, Hypotheken. 
C. Unfundierte Schulden: Löhne, Obligationszinsen, 
Kreditoren, Rückständige Dividenden. 
Dann folgen die Reservefonds und der Bilanzgewinn. 
Unternehmungen mit verschiedenen Betriebsorten oder Be 
triebszweigen können diesem Umstande durch verschiedene 
Pilanzierungsmethoden Rechnung tragen. In der einheitlichen B. 
Werden die Bestände und die Schulden, häufig auch die Erträg 
nisse, gesondert angeführt. Eine Eisenbahn-Aktiengesellschaft 
gliedert Vermögens- und Ertragsbilanz wie folgt: 
Aktiva: 
1- Eisenbahnbetrieb (mit Spezialisierung der Bestände wie Bahnanlagen, 
Gebäude, Betriebsmittel usw.). 
H- Industrielle Betriebe a) Ringöfen (Bestände im einzelnen, wie Anlagen, 
Pferde, Waren, Materialien, Wechsel usw.), 
b) Steinbruch (Einzelheiten), 
c) Zementwarenfabrik (Einzelheiten). 
l ) Betragsspalten: Selbstkosten bis 30./6. 1910; Zuwachs; Abgang; 
Buchwert am 30./6. 1911. 
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