Full text : Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Industriebilauzen.

a)  Die  ertragswirtschafilichen  Verhältnisse  der  Unternehmung
sind  ungewöhnlich  günstig.  Soweit  Umsatzzahlen  bekannt  sind
entfallen
auf  je  100  M  Verkaufserlös  auf  je  100  kg  Gesamtproduktion

1913

15,29

Brutto-Fabrikationsgewinn

1909

71,45  M

1912

16,09

1908

55,12  „

1911

18,63

1907

59,40  „

1910

19,52

»’  >i

Zum  Vergleich  seien  die  Gewinne  der  ganzen  Industrie
herangezogen  (Frankfurter  Ztg.  14.  Oktober  1916).  Bei  16
Aktienvereinen  mit  einem  Grundkapital  von  91%  Mill.  stieg
die  Durchschnittsdividende  von  14,23  %  im  Jahre  1913  auf
22,75  %  1915.  Nach  den  Aufstellungen  dieser  Zeitung  wurden
bezahlt  in  Millionen  Mark:

1915

1914

1913

kn  Dividenden

.  20,870

12,724

8,716

Die  sichtbaren  Abschreibungen  betrugen..

12,361

8,558

5,656

Rückstellungen  aus  dem  Reingewinn

.  17,831

2,119

0,632

Reingewinn

.  44,980

16,787

10,598

Neben  den  laufenden  Abschreibungen  auf  das  Anlagekapital ­
  wurden  die  Kriegsbauten  vorweg,  d.  h.  unsichtbar  in
der  Bilanz,  abgeschrieben.  Maschinen  stehen  1915  mit  19  M.,
Mobilien  und  Utensilien  mit  25  M.  zu  Buche,  bei  einer  Arbeiterzahl ­
  von  7737  und  einer  Lohnsumme  von  über  8  Millionen  Mark!
Dem  steigenden  Umsatz  entsprechend  vermindern  sich  die
Generalkosten,  auf  je  100  M.  Umsatz  bezogen;

1915...

.  .  .  M

1,18

1914...

?

1913...

4,56

1912...

4,08

1911...

4,70

1910...

4,57

Der  Kostenzuschlag  für  Abschreibungen  und  Generalkosten
auf  100  M.  Arbeitslohn  ermäßigt  sich  von  118  %  im  Jahre  1913
auf  33V 3  %  i m  Jahre  1915.  Die  Arbeitslöhne  sind  absolut  gestiegen ­
  (Kriegs)ahre),  relativ  jedoch  wesentlich  gesunken.  Die
Verkaufskalkulation,  auf  den  Umsatz  bezogen,  gibt  vergleichsweise ­
  folgendes  Bild:
            
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