Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang  zum  XII.  Kapitel.

Geld,  in  Abzug  bringt.  Er  schätzt  sodann  die  Umlaufsgeschwindigkeit  des
Geldes  auf  47  mal  im  Jahr  und  nimmt  mangels  irgendwelchen  Materials,
nach  dem  deren  Veränderungen  beurteilt  werden  könnten,  an,  daß  die
Umlaufsgeschwindigkeit  konstant  bleibt.  Zur  Zahl  47  gelangt  er  auf  folgende
Weise:  Er  schätzt  den  Betrag  der  Schecktransaktionen  für  das  Jahr  1896
auf  143  Milliarden  (S.  111  seines  Buches).  Diese  Veranschlagung  ist  auf
Zahlen  gegründet,  die  einer  von  Kinley  im  Jahre  1896  auf  Veranlassung
des  Comptrollers  oj  the  Currency  gemachten  Untersuchung  entnommen
sind.  Kinley  nimmt  unter  Bezug  auf  seine  schätzungsweise  Annahme,
daß  Schecktransaktionen  wenigstens  dreimal  Geldtransaktionen  sind,  den
dritten  Teil  von  143  Milliarden,  also  47.7  Milliarden,  als  die  Summe  der
Geldtransaktionen  an.  Er  schätzt  den  Betrag  des  in  Zirkulation  befindlichen ­
  Geldes  für  das  Jahr  1896  auf  1.025  Milliarden,  dividiert  47.7  durch
1.025  und  kommt  (S.  114)  auf  eine  Umlaufsgeschwindigkeit  des  Geldes
von  47  mal  im  Jahr.  Wie  wir  sehen  werden,  ist  diese  Zahl  höchstwahrscheinlich ­
  beinahe  dreimal  zu  hoch  gegriffen;  der  Irrtum  ist  wohl  darauf
zurückzuführen,  daß  Kemmerer  nicht  der  Ansicht  Kinleys  ist,  die  seitens
des  letzteren  vorgenommene  Abschätzung  des  Prozentsatzes  der  Scheckzirkulation ­
  vom  Jahre  1896  sei  ein  „zuverlässiges  Minimum”,  sondern  die
entgegengesetzte  Meinung  vertritt,  sie  sei  vielmehr  ein  zuverlässiges  Maximum. ­
  Wir  wollen  nun  die  Gründe  angeben,  die  zu  der  Annahme  führen,
daß  Kinley  mit  seiner  Schlußfolgerung,  die  Schätzung  der  Schecktransaktionen ­
  auf  drei  Viertel  der  Gesamttransaktionen  sei  ein  „zuverlässiges
Minimum”,  recht  hatte.  Die  Berechnungen,  die  wir  nun  folgen  lassen,
beweisen,  daß  eher  neun  Zehntel  als  drei  Viertel  die  wahrscheinliche  Zahl  ist.
Wie  bereits  erwähnt,  schätzt  Kemmerer  die  Schecktransaktionen  (die
wir  O'U'  nannten)  im  Jahre  1896  auf  143  Milliarden.  Die  Schecktransaktionen ­
  der  anderen  Jahre,  für  die  kein  entsprechendes  Material  vorhanden ­
  ist,  werden  von  ihm  so  geschätzt,  daß  die  Bankclearings  stets  35  %
davon  betragen  (S.  118  seines  Buches).  Er  macht  keinerlei  Versuch,  G'
(die  Bankdepositen)  und  ü'  (deren  Umlaufsgeschwindigkeit)  getrennt  abzuschätzen. ­
  Kemmerer  schätzt  das  Handelsvolumen  (H)  relativ  (d.  h.  er
schätzt  das,  was  wir  im  Anhang  zum  X.  Kapitel  Q,  genannt  haben).  Dies
sind  eingestandenermaßen  die  ungefährsten  aller  seiner  Schätzungen.
Er  trachtet  möglichst  viele  Indikatoren  für  das  Anwachsen  des  Handels
zu  erhalten  (S.  130),  ohne  besondere  Rücksicht  darauf  zu  nehmen,  ob  sie
passen  oder  nicht.  Seine  Indikatoren,  fünfzehn  an  der  Zahl,  sind  die  folgenden: ­
  Bevölkerung,  ein-  und  ausgehende  Schiffsladungen,  Export  und
Import  von  Waren  (Werte),  Einkommen  der  Reichspost,  Bruttogewinne
            
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