Full text : Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Bankbilanzen.

der  von  ihnen  emittierten  Effekten,  ein  Bestand,  der  sich  bei
steigenden  Kursen  und  lebhaftem  Börsenverkehr  vermindern
wird.  Eine  Gliederung  beider  Effektenbestände  läßt  erkennen,
aus  welcher  Gruppe  in  der  Hauptsache  Effekten  abgestoßen
wurden,  wie  sich  die  Bestände  in  den  einzelnen  Gruppen  verschieben, ­
  ob  und  welche  Industriewerte  besonders  dominieren,
ob  das  Risiko  entsprechend  verteilt  ist  und  den  Regeln  vorsichtiger ­
  Kapitalanlage  genügt  ist.  Bei  weichenden  Börsenkursen
steigen  in  der  Regel  die  Verluste  auf  Effektenbestände.  Einige
Banken  spezialisieren  die  Konsortialbestände;  wenige  Banken
geben  die  Zusammensetzung  des  Effekten-Kontos  unter  Angabe
des  Kurswertes  der  einzelnen  Gruppen  an,  italienische  Banken  l )
führen  überdies  auch  den  Kurswert  der  ihnen  zur  Aufbewahrung
übergebenen  Effekten  an.
Die  Debitorenbestände  umfassen  u.  a.  auch  Efjektendebitoren,
d.  h.  eigene  Gelder  der  Bank,  Schuldbeträge  für  Effektenspekulationen
  der  Kunden  und  Effektenübernahme,  Akzeptdebitoren,
d.  h.  Gegenposten  für  Akzeptverbindlichkeiten  der  Bank,  entstanden ­
  durch  Trassierungen  der  Kunden  und  andere  Geldkredite
  an  Handel  und  Industrie.  Die  Außenstände  sollen  in
in-  und  ausländische  Forderungen  nach  ihrer  Laufzeit,  nach
der  Art  der  Deckung  a )  gegliedert  werden  (vgl.  2.  Abschnitt,
S.  28  ff.).

*)  Die  Banco  Commerciale  Italiana  in  Mailand  gliedert  die  Effektendepositen
  auf  der  Aktiv-  und  der  Passivseite  wie  folgt:  Effekten  als  Garantie
hinterlegt,  Effekten  als  dienstliche  Kaution  hinterlegt,  Effekten  zur  Verwahrung. ­

s )  Eine  Depositenbank  macht  in  ihrem  Geschäftsbericht  folgende
Angaben;
Die  in  Kontokorrent  B  Ende  1912  bewilligten  Kredite  betrugen
1.  an  556  Kontoinhaber  gegen  Wertpapiere  ...  JH  6  858  900,—
(der  höchste  M  213  000,  —  ,  der  geringste  150)
2.  an  75  Kontoinhaber  geg.  Bürgschaftsurk....  „  1  557  500,—
(der  höchste  M  100000,  —  ,  der  geringste  1500)
3.  an  25  Kontoinhaber  gegen  Realurkunden...  „  535  000,—
(der  höchste  M  100000,  —  ,  der  geringste  3000)
~^~8  951  400_
Von  diesen  Krediten  waren  Ende  1912  Jtt  4  832  458,69  in  Anspruch
genommen.
            
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