Full text : Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Bankbilanzen.

scheine,  Sparbücher).  Bei  größeren  Banken  sind  es  in  der  Hauptsache ­
  Betriebsreserven  der  Gewerbetreibenden,  nur  vorübergehend ­
  verfügbare,  zur  Anlage  in  Wertpapieren  oder  Hypotheken
bestimmte  Gelder  größerer  geschäftskundiger  Kapitalisten.
Gefordert  wird  eine  Gliederung  der  Depositengelder  nach
ihrer  Laufzeit  bzw.  Kündigungsfrist,  weil  dies  für  die  Liquidität
von  größter  Bedeutung  ist.  Einige  Banken  geben  auch  die  Zahl
der  Konten  und  den  durchschnittlichen  Saldo  bzw.  Umschlag  an.
Bürgschaften  für  Terrain-  und  Hypothekengarantien,  für
Zoll-,  Fracht-  und  Steuerkredite,  für  Lieferungskautionen  uswwerden
  in  der  Bilanzspalte  oder  vor  ihr,  häufig  übrigens  nur
im  Geschäftsbericht  angeführt.
Besonderes  Interesse  beanspruchen  die  Akzeptverhindlichkeiten.
  Es  sind  zum  Teil  eigene  Akzepte,  die  als  Mittel  der  Kapitalbeschaffung ­
  an  der  Börse  oder  außerhalb  verkauft  werden,
zum  Teil  Akzepte  infolge  eines  Akzeptationskredits,  den  besonders ­
  die  industrielle  Kundschaft  („Saisonkredite“)  in  zunehmendem ­
  Maße  verlangt,  weil  er  billiger  ist  als  der  Bargeldkredit. ­
  Zum  anderen  Teile  sind  es  Tratten  der  Kontokorrentkunden, ­
  endlich  auch  Remboursakzepte  im  internationalen  und
überseeischen  Warenverkehr.  In  normalen  Zeiten  stellt  der
Bankier  durch  den  Akzeptationskredit  seinen  Kredit  zur  Geldbeschaffung ­
  zur  Verfügung,  er  verdient  mit  fremdem  Geld  die
Provision  für  das  Leihen  der  Unterschrift,  ohne  eigene  Mittel
zu  verwenden,  die  für  andere  Bankgeschäfte  frei  verfügbar
bleiben  und  für  deren  Unterbringung  der  Bankier  zu  sorgen  hat.
Die  Gliederung  der  Erfolgsbilanz  ist  bei  den  einzelnen  Banken ­
  durchaus  verschieden.  Typisch  für  Kreditbanken  sind  (vgl.
S.  41):  Zinseneinnahmen  aus  verschiedenen  Sparten  der  aktiven
Kreditgeschäfte;  Effekten-  und  Kreditprovisionen;  Ertrag  aus
dauernden  Beteiligungen  an  Banken,  Industrieunternehmungen,
Eisenbahnen  usw.;  Verkaufsgewinne  aus  Effekten,  Sorten,  Devisen; ­
  Gewinne  aus  Kapitalbeteiligungsgeschäften  (Gemeinschaftsgeschäfte), ­
  aus  Gründungs-  und  Finanzierungsgeschäften;
Erträgnisse  aus  Immobilienbesitz  und  Terraingeschäften.  Auf
der  Verlustseite;  Ausgaben  für  Depositenkassen  und  andere  Unkosten; ­
  Zinsenausgaben  für  passive  Kredite;  Verluste  auf  dubiose ­
  Forderungen,  Abschreibungen  auf  Beteiligungen.  Die
            
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