Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Bilanzen der Genossenschaften. 
Verbindlichkeiten aus weiterdiskontierten Wechseln als Mittel 
der regelmäßigen Beschallung von Betriebskapitalien werden bei 
der Festsetzung des Gesamtbetrages einzurechnen sein. 
Die Auseinandersetzung des ausgeschiedenen Mitgliedes der 
Genossenschaft bestimmt sich nach der Vermögenslage und dem 
Bestand der Mitglieder zur Zeit seines Ausscheidens und erfolgt 
auf Grund der ordentlichen Jahresbilanz. Der Ausscheidende 
erhält sein Geschäftsguthaben ausgezahlt. Reicht das Vermögen, 
einschließlich Reservefonds, zur Deckung der Schulden nicht aus, 
so hat der Ausscheidende vom Fehlbetrag den ihn treffenden 
Anteil an die Genossenschaft einzuzahlen. 
Wir lassen das Beispiel für einen Monatsabschluß einer 
Kreditbank (e. G. m. b. H.) folgen. Die Generalversammlung 
hat noch nicht getagt, deshalb zeigt die Bilanz in dem ersten 
Monat des neuen Geschäftsjahres den Gewinn des alten, zweck 
mäßig auf Gewinn-Vortrags-Konto verbucht, und des neuen 
Geschäftsjahres getrennt. 
Diese Genossenschaft ist im wesentlichen Depositenbank, 
die die Depositengelder zu Wechsel-Diskontierungen der Ge 
nossen benutzt. Die eigenen Mittel sind erheblich (1 180 167 M), 
die Liquidität angemessen, falls die Depositengelder entsprechende 
Kündigungsfrist haben. Die Mittel zur Auszahlung des Gewinns 
sind bereit. 
A. Kreditgenossenschaften. 
Aut die prinzipielle Gegnerschaft zwischen den Raiffeisen- 
schen Darlehnskassenvereinen und den Schulzc-Delitzschen 
Genossenschaften ist hier nur insoweit einzugehen, als ihre Unter 
schiede in den Bilanzen zahlenmäßig Ausdruck finden müssen, 
a) Die Raiffeisens dien Kassen vermengen geschäftspolitische mit 
ethischen und religiösen Momenten, sind zumeist dem Gcneral- 
verband ländlicher Genossenschaften für Deutschland (Nouwieder 
Verband) angeschlossen und verzichten grundsätzlich auf Bildung 
großen eigenen Vermögens, schließen die Gewinnverteilung aus, 
da die Mitglieder minimale Geschäftsanteile haben, und logen 
größeren Wert auf die Bildung von Reserven und Stiftungsver 
mögen (unverteilbare Kapitalien). Eine bedeutende Rolle spielen 
die Guthaben bei Banken und Vereinen, insbesondere bei Zentral-
	        
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