Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

382 
Fusionsbilanzen. 
Berechnung auf Grund der Bilanz (S. 383) 
Vermögen 56 622 578,35 Schulden. 
-4- Abschreibung. . . 172 000,— 
56 450 578,35 Dividende 
-4- 31 964 922,71 Tantiemen 
Reinvermögen 24 485 655,64 
d. Prospekt rechnet , .24 350 365,75 
Differenz 135 289,89, d. i. soviel als Gewinnvortrag und 
Pensionsfondsüberweisung, 
die anscheinend zur Gewinnverstärkung der Mitteldeutschen oder zur 
Deckung des Fusionsverlustes bei der HersfelderGenossenschaft (113446,61) 
Verwendung fanden. 
Der Buchgewinn berechnet sich laut Prospekt wie folgt: 
Einstandswert des Vermögens 24 350 365,75 M 
Aktien 17 500 000,— „ 
6 850 365,75 M 
Fusionsaufwand einschl. Agiozuschl. . 2 403 779,05 „ 
Fusionsgewinn 4 446 586,70 M 
davon verwendet: Abschreibungen 
aut Debitoren M 2 000 000 
Errichtung einer Re 
serve ,, 800 000 2 800 000,— M 
Rest. . . 1 646 586,70 M 
Im gleichen Jahre wurde auch der Vorschußverein in Hers- 
feld aufgenommen. 
Die Mitteldeutsche Privatbank hatte als Gesamtübernahmepreis die 
Gesamtsumme der Geschäftsguthaben aller bis zum 3. Juni 1909 vor 
handenen Mitglieder mit 898 516,91 M zu erlegen. Hierzu kamen 21 % 
Bonifikation sowie 4 % Extra-Bonifikation auf diejenigen Geschäftsgut 
haben, welche bis zum 31. Dezember 1908, und 10 % Bonifikation auf 
die, welche nach diesem Termin bis zum 30. Juni 1909 eingezahlt waren, 
sowie weiter 6 % Zinsen p. a. vom 1. Januar 1909 bis 30 Juni 1909. Ein 
schließlich sonstigen Aufwandes von 169 299 M stellt sich der Gesamt- 
Kosten mit 1 400 000 M dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt worden. 
Hiervon sind 400 000 M — wie oben gesagt — in dem Einstandswert des 
abergegangenen Vermögens enthalten, während 1 000 000 M bis zum Ab 
laut des Sperrjahres unter den Debitoren als besonderer Interimsposten 
,,Teilbetrag des vom Dresdner Bankverein übernommenen Reservefonds“ 
eingestellt worden sind. Der sich über 1 400 000 M hinaus bei der Reali 
sierung der übernommenen Bestände etwa noch ergebende Gewinn soll 
in die gesetzliche Reserve gestellt werden, so daß dieser Gewinn also zur 
Dividendenausschüttung nicht verwendet werden wird. 
des Dresdner Vereins: 
30 739 516,16 
1 050 000,— 
175 406,55
	        
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