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jehr zahlreide neue Bahnen gebaut worden, doch kamen fie, da fie
zus{ließlig nad ftrategijden Gejichtspunkten angelegt wurden, Zen-
iralrußland nidht zugute.
Den wicdtigjten Eijenbahninotenpunit Zentralruklands bildet Mos-
bau, von wo die Bahnen jtrahlenförmig in alle Ridtungen aus-
‚aufen. Das dünne Bahnneg (im europäijden Rußland kamen auf
L0000 qkm 112 km Eijenbahnen gegen 1160 km in Deuticdhland) ge
aügte aud) nicht entfernt den Bedürfnijjen des Landes, und wertvolle
Sebiete fönnten durch den Bau neuer Bahnlinien wirt[Haftlidh er[dlojfen
werden. Die Leiltungsfähigkeit der meijt eingleifigen Bahnen war
'mmer eine äubßerft geringe und Konnte den gejteigerten Unjprüchen,
die der Getreideexport in guten Erntejahren ftellte, niemals genügen.
Unter den gefhilderten Verhältnijjen Iag natürlidh eine jtärkere
Xusnußung der zahlreidhen, wegen des geringen Gefälles bequemen
Binnenwafferwege ehr nahe. Auf diefem Gebiete ijt aud vom Staate
einiges getan worden, wenn aud) nicht entfernt genügend, um alle
ji bietenden Möglichkeiten auszunußgen. Die Wolga, deren Oberlauf
dur Grokrußland fliekt, ift von der Stadt Iwer an [Hiffbar. Diejer,
in das Kalpijde Meer mündende Strom, über dejfen groke Bedeutung
für die Binnen[hHiffahrt an anderer Stelle die Rede fein wird, it
durch drei Mege mit der NMewa und damit mit der Ojtjee verbunden.
Das wichtigjte diejer Kanalfyjteme ift das Marienfyjtem, das in der
Scheffna, einem linfen Nebenflujfe der Wolga, feinen Anfang nimmt.
Zängs der Scheffna führt diefer Weg in den See Bjeloje Ojero, von
dort durch einen Kanal zum Fluffe Wytegra, der in den Onega-See
fließt, diefer See wird dur einen Kanal, den Onega-Kanal, um-
gangen, der die Mündung der Wytegra mit dem Swir-Flujje verbindet.
Zängs dem Swir gelangt man: zum Ladoga-See, der wiederum durd
den Sjas- und Ladoga-Kanal füdlidH umgangen wird. Der leHtere
Kanal führt zum Austritt der Newa aus dem Ladoga-See. Ein
ınderer Verbindungsweg beginnt mit dem TIwerza-Flulje, einem Neben-
Hufe der Wolga, benukgt diefen Fluß, den Wy[Hnij-Wolot|hok-Kanal,
yie Mita, den Ylmenfee, den Woldow-Fluß, deffen Mündung mit dem
Ladoga-Kanal verbunden ijt. Der dritte Verbindungsweg benukgt die
Mologa, ebenfalls einen linfen Nebenfluß der Wolga, den Tidhwin-
Ranal und einen Heinen Zufluß des Ladoga-Sees, die Tijdhwinka.
Ein reger Schiffsverkehr ijt ebenfalls auf der Oka, die hei der Stadt
Nifhnij Nowgorod in die Wolga mündet, zu finden. Ferner gibt es
mod) eine große Anzahl fjowohl fohiffbarer als au flößbarer Fülle.
Sehr behindert ijt jedoch die gejamte Binnen[Hiffahrt Zentralruklands
durch den langen und ftrengen rulliidhen Winter, der die Navigation
ıNiährligH auf 41% bis 6 Monate unterbricht.