Full text : Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Das Gebiet der Don-Kofaken*)
Non U. Niefe

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Küchtlinge aus den Fürltentumern Großruklands, denen die Ver-Hältniffe
 in der Heimat unter dem Drud der Tatarenherrjchaft unerträglidy
 geworden, waren die erften rulfijdhen Kolonijten, des Dongebietes.
 Sie bildeten Hier freie Genoffen]dhaften, in die jeder, der
lid den felbjtgegebenen  Gefegen zu fügen bereit war, aufgenommen
wurde. Sie bejdhäftigten fid mit Wderbau und Fijhfang, mußten Jid)
aber fortgefeßt gegen die Überfälle der im Süden nomabdifierenden
Stämme der Tataren, Kirgifen und Bajchkiren verteidigen. Wber auch
fie unternahmen häufig großzügige Raubzüge gegen ihre Nadbarn.
So bildete [ih bei ihnen ein ausgejprochen Iriegerijder Geilt aus, der
id aud bis in die neuejte Zeit Hinein erhalten Hat. Einen fehr ftarfen
Zuzug erhielten die Kofaken im 17. Jahrhundert. Während der in
Sroßrukland hHerrighenden Wirren und nad) der Einführung der LeibeigeniHaft
 fand doch hier jeder flüchtige Leibeigene eine fichere Frei:
jtätte vor jegliger Verfolgung. Sehr zahlreid) waren aud) die Seltierer,
 die Altgläubigen, die hier eine Zuflucht ucdhten und fanden,
Bis zur Regierung Peters des Großen mijdhte [id der mos{0-witiide
 Staat nicht in die inneren Verhältnifje der Kofaken ein. YWber
mit dem Erfjtarken des rullilden Staates nahm fein Einfluß immer
mebr zu, bis das Dongebiet, zuerft nominell, und dann aud tat[äd)-lid
 unterworfen wurde. Die Kofaken wurden von der zu]lijdhen Regie:
tung, in der richtigen Erkenntnis ihrer Tauglidhkeit für den Kampf
gegen wilde Bölferjdhaften, Hauptjächlih zur Sicherung der vorge[dobenen
 Grenzen im Olten und Südoften verwandt. Sie wurden unter
Beibehaltung ihrer militärijden VBerfaljung in den SGrenzgebieten angeliedelt
 und bildeten hier einen Schukwall zur Abwehr feindlicher
Angriffe.
Auf eine ähnlide Entjtehung konnten die Kofakenniederlajjungen
am Dnjepr und an der Wolga zurüchliden, Die Dnjepriojaken
waren, im Gegeniag zu den übrigen (großruflilden) Koljaken, Klein-*)

 Richtiger als die im DeutidHen gebräuchlig gewordene Bezeichnung
„Kofaken“ ijt „Kalaken‘“ — rufliidh: Kafakt.
            
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