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ungeheuren Boden|häße, jowohl Weikrutheniens, als aud der Uiraine
an Holz, Ölen, Getreide, Flads, Hanf und Petroleum auf die billigite
Urt dem welteuropäilden Markte zugeführt werden. In eriter Linie
würde Deutjdland daraus Nußen ziehen Knnen.
In ähnlider Weije äußert fi der Finanzminijter der wei}-
ruflijgen Volksrepublik, Herr W. Sadharko, über diefe Frage in einem
Memorandum, das im Verlage der Berliner weikrulliihen Million
erihienen ift.
Zum Schluß jet noch ein dem Rahmen diejer Arbeit ent/predender
hırzer Wbriß der Gedichte Weißruklands gebracht, in der ja ein
Hauptgrund für die Kulturelle und wirtidhaftlihe Lage des Bolfes der
Weikrufjen zu fuchen ift.
Die ältelten gefhidhtliden Überlieferungen über das weikruffilcdhe
Volk reihen bis auf das 7. Yahrhundert nad Chrifti Geburt zurüd.
Demnad) wurde damals das Heutige Weikrußland von drei unter-
einander verwandten [lawijdhen Stämmen bewohnt. Dieje lebten an-
jangs gejondert jeder für Jidh, [Hoffen fidh jedoch bald dem Staaten-
verband des Grokfürjtentums Kiew an, ohne dabei ihre Selbjtändig-
feit 3u verlieren. Im 10, Jahrhundert Iöfte fid diejes Verhältnis,
and es bildeten jidh drei gefonderte Herrjdhaften, die im 14. Yahrhundert
3. X. dur Heirat, 3. T. auf andere Weije dem damals neuent/tandenen
Srokfürftentum Litauen einverleibt wurden, ohne jedoch aud) hier wieder
ihrer Selbitändigfeit verlujtig zu gehen. So entjtand der auf Per:
ionalunion beruhende Staat Litauen-Weikruthenien, der in der Ge-
Se[didhte als Grokfürjtentum Litauen, Schmudj und Rulj figuriert.
Das Wort „weiß‘“ bedeutete damals fo viel wie „frei“ und ftammte
aus der Zeit, als die Tataren das ganze damalige rujlifhe Reid unter
ioct Hatten; nur Weikrukland war ihnen nicht tributpflichtig ge:
worden. In dem neuge[haffenen Staate nahm das weißrujlijdhe Ele-
ment von vornherein eine führende Stellung ein, da die Litauer in
allem, was Sitte, Kultur und Entwidlung betraf, auf überaus nied-
riger Stufe [tanden. Im 15. Jahrhundert Iam es zu einer neuen Per-
jonalunion 3zwijden Litauen-Weikrukland und Polen, die eine Folge
der 1447 erfolgten Heirat des itauifhen Grokfürften Yagello mit
der polnijden Königstodhter Hedwig war. Die Selbjtändigkeit Litauen-
Weikrußlands, die feierlid) zugefidhert wurde, war nidht von kanger
Dauer. Bald jegten Heftige Polonifierungs- und Katholilierungsver-
iudje Jeitens der polnijden Regierung ein. Zur Förderung diejfer Zwede
zntjtand die „Kirdenunion‘“, eine Vereinigung der IatholijdHen und
gried)i[d-orthodozen Kirde. Wenn aug) die große Malie des weik-
rujfijden Volfes ihrem VBolistum und ihrer Religion treu blieb, fo
unterlag doc der größte Teil des weikrufjijden AWdels den pol-
niidhen Verlodungen. So wuchs der polniiche Einfluk im Lande. In