Full text : Weltporto-Reform

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warf  190G  einen  Überschuss  von  74  051  335  M 5 )  =  13,1%  t ' er
Einnahmen  ab.
1907  waren  es  endgültig  73  083  720  M  (=  12,2  %  der  Einnahme); ­
  1908  nach  dem  Etatsanschlag  98  692  705  M  und  für
1909  sind  sogar  99  302  804  M  oder  14,8  %  der  Einnahmen
angesetzt  (unter  Berücksichtigung  des  Verkehrsrückgangs  der
letzten  Zeit).  Im  Juli  1909,  nachdem  die  nachfolgenden  Zeilen
längst  niedergeschrieben  wären,  hat  nun  der  Reichstag  allerdings ­
  die  Gehälter  der  Postbeamten  um  55,  Millionen  M  jährlich
erhöht,  so  dass  der  Ueberschuss  der  Reichspost  zeitweilig  bedeutend ­
  sinken  wird  (vgl.  I).  Verk.-Ztg.  1909,  Nr.  z9,  16.  Juli).
Aber  er  sank  von  1899  zu  1900  auch  von  51,8  auf  25,3  Millionen, ­
  1902  aber  hatte  er  sich  wieder  auf  56,6  und  1904  auf
66,6  Millionen  gehoben;  1906  auf  74  Millionen.  Also  kann  uns
das  nicht  schrecken.
Jedenfalls  war  bis  1906  der  Fall  längst  eingetreten,
wo  die  Post,  wenn  sie  gemeinnützig  verwaltet  wird,  nach
Stephans  Ansicht  Gebührenherabsetzungen  vornehmen
musste.  Denn  der  Ueberschuss  ging  weit  über  10  %  der  Einso
  dass  bloss  500  789  £  übrig  blieben.  Das  ist  also  ein  gewaltiger  Unterschied, ­
  sowohl  absolut  wie  relativ;  320  000  £  gegenüber  1  132  975  £  und
69,3  %  gegenüber  (3,3  %.  Heute  aber  handelt  sichs  um  ein  grösseres  Ziel;
nämlich  darum,  die  ganze  Welt  zum  postalischen  Inland  zu  machen.  1840
wurde  das  englische  Pennyporto  einheitlich  auf  ein  Gebiet  von  31  1  809  qkm
(England)  ausgedehnt;  heute  soll  es  auf  den  ganzen  Weltpostverein  mit
seinem  Areal  von  114  000  000  qkm  angewendet  werden,  wo  es  allerdings
schon  für  den  grossbritischen  Besitz  von  32  901  129  qkm  und  in  vielen
andern  Postvereinen  gilt.
“)  Davon  wurden  14,78  Millionen  Mark  zu  einmaligen  Ausgaben,  die
aber  meist  neue  Kapitalsanlagen  darstellen,  benutzt,  so  dass  selbst  dann
noch  59,27  Millionen  Mark  als  Überschuss  übrig  blieben.  Die  Legende,
dass  die  deutsche  Reichspost  bei  Berücksichtigung  der  unvergüteten  Eisenbahnleistungen ­
  Preussens  mit  Eehlbeträgen  arbeitete,  war  natürlich  unhaltbar,
da  ja  Preussen  bei  der  Verstaatlichung  diese  Verpflichtungen  mit  übernahm ­
  und  der  Kaufpreis  entsprechend  ausfiel.  Ferner  sind  die  Rechnungen
der  Eisenbahn,  ohne  Mitwirkung  der  Post  veranstaltet,  um  ein  vielfaches
zu  hoch,  und  die  Post  ihrerseits  führt  ebenso  für  Reich  und  Einzelstaaten
und  für  die  Sozialgesetze  unvergütete  Leistungen  etwa  in  gleicher  Höhe
aus,  allein  an  Portofreiheiten  z.  B.  für  20 l / 2  Millionen  Mai  k,  wie  der  Staatssekretär ­
  Krätke  1906  in  der  Reichstagskommission  mitteilte  (vergl.  Nr.  388
der  Reichstagsdrucksachen  1906,  S.  31).  Ferner  ist  tatsächlich  auch  der
            
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