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die Textilindultrie von nicht geringer Bedeutung. Die erjten Spinne»
reien entitanden [don 1840; eine der ältejften (1856), bei Narva ge-
{egen, verfügte vor dem Kriege über annähernd 600000 Spulen und
3500 Webfjtühle. Neben Narva Hatte aud) Riga eine alte Textilinduftrie.
Die . hedeutendjten Fabrifen der Textilbrande hatten ihren Sig in
Polen; fie bejHäftigten 150000 Arbeiter. Der Werk der in der
Stadt Lodz und ihrer Umgebung Hergejtellten Textilerzeugnijje be-
lief ih jährligH auf ungefähr 20 Millionen Rubel. Die meijten Spin-
nereien und Webereien fand man aber in der Gegend von Moskau.
Der Wert der in ganz Rußland zur Verarbeitung gelangenden Baum-
wolle belief fi auf 3irfa 300 Millionen Rubel. Die Hälfte der für
die Erzeugung erforderliden Rohftoffe wurde aus dem AWuslande ein-
geführt, die andere Hälfte lieferten Turkejtan und zum geringen Teil
aud) der Kaukfajhus. Im allgemeinen nahm Rußland in bezug auf die
Textilindufjtrie die dritte Stelle in Europa ein.
Lein und Hanf find in Rukland von jeher gebaut worden; aber
eine größere Bedeutung ijt dem Fladhs- und Hanfbau erft nad) 1850
beigemefjen worden. Rußland Hatte [HliekliH darin den erjten Platz
in Europa eingenommen und ijt nur von den Vereinigten Staaten und
Argentinien übertroffen worden, Lein und Hanf wurden gebaut in
den Gouvernements Pijfow, Twer, Smolenjf, Wijatia, Witeb|t, Perm,
Kowno, Wladimir, Koftroma, Jarojflaw und Mogilew, Saatlein baute
man in den füdliden und inneren Gouvernements, Baltlein bejonders
in Livland, Kurland, Eitland, Yngermanland, Plesiau und Witebft.
Bon ganz bejonderer Bedeutung war die Zuderinduftrie, die in
den Unbaugebieten der Zuderrübe, d. h. in den Gouvernements Kiew,
Wolynien, Podolien, BekHarabien und Cherfon ihren Sig Hatte. Die
3Zuderproduktion betrug in den Iekten Borkriegsiahren durchiehnitt-
fi 2026600 tons.
Schließlid fer no) die Holzindujtrie erwähnt, die bei der Aus-
dehnung der ruflijden Wälder (im europäijden Rukland außer Finn-
lanb erjtredten fi die Waldungen über 150 Millionen Hektar) auch
nicht unbedeutend war.
In Finnland waren folgende Indujtriezweige vertreten: die Holz-
indujtrie (Sägewerke), die Metallinduftrie, die Papierinduftrie, die
Tezxtilindufjtrie und die elekftrotechnijhHe Induljtrie. Die Papierfabrikation
arbeitete vorzugsweije mit Wajfjjerkräften, während die anderen In-
dujtriezweige unter Benukgung eingeführter Steiniohle Dampffraft ver-
wendeten. Die größten Holzjägewerke, die mit Dampfiraft arbeiteten,
lagen am Meer, und zwar in Kotfa am FinnijdHen Meerbufjen, in
Björneborg am Bottnijden Meerbujen, in Semi und Ueaborg an
demjelben Meerbujen. Für die Fabrikation und Werfkftätten, die Me-
talle bearbeiteten, famen wiederum die Hafenitäbte in Betracht. Hel-
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