fullscreen: Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

— Einfuhr bedingt Ausfuhr — 
7 
scher Geltung nach außen von einer volks 
wirtschaftlichen und in heutiger Zeitvor 
allem auch weltwirtschaftlichen Vor 
wärtsentwicklung begleitet wird. 
Wir haben diese Ausfuhr nicht geschaffen und unsere 
sonstigen Beziehungen zur Weltwirtschaft nicht erweitert, 
um irgend einem äußerlichen Ehrgeiz Genüge zu tun. 
Unsere erhöhte Ausfuhr war vielmehr eine unbedingte 
volkswirtschaftliche Notwendigkeit, eine Grundlage und 
Voraussetzung unseres wirtschaftlichen Fortbestehens. 
Der ständige erfreuliche Zuwachs unserer Bevölkerung 
machte es nötig, — wenn wir nicht eine ungesunde Aus 
wanderung begünstigen wollten — einen Teil unserer 
jährlich sich mehrenden Arbeitskräfte in den Dienst welt 
wirtschaftlicher Arbeitsteilung zu stellen. Wir wollten an 
den Errungenschaften der modernen Verkehrstechnik und 
der damit einhergehenden Aufschließung billig produzieren 
der überseeischer und sonstiger Agrarländer teilnehmen, 
soweit hierdurch die produktiven Interessen unserer eigenen 
Landwirtschaft nicht gefährdet wurden. Im Ernährungs- 
intereffe unserer Konsumenten und unserer Arbeiterschaft 
führten wir steigende Mengen von Nahrungsmitteln und 
Futterstoffen aus solchen Gebieten ein. Gleichzeitig be 
nötigten wir in immer steigendem Maße eine große Menge 
von industriellen Rohstoffen, die wir entweder gar nicht 
oder zumindest nicht in großem Maßstabe selbst gewinnen 
konnten, wie Baumwolle, Schafwolle, Kupfer, besonders 
geartete Eisenerze, Rohseide, Kautschuk, Kopra, Jute und 
zahlreiche andere Rohstoffe. Diese benötigten wir für die 
Entwicklung "nserer Industrie. In dem Maße aber, wie 
wir mehr und ^ hr als Käufer gegenüber dem Weltmarkt 
auftraten, mußten wir auch darauf bedacht fein, diese Käufe 
durch Verkäufe zu bezahlen. Denn kein Land kann, ohne
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.